Wieder fit und bald Nationalspieler: Leon Kratzer. Foto: Storch
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Wieder fit und bald Nationalspieler: Leon Kratzer.

Kratzer und Jones sind zurück

Frankfurt Skyliners: Koloss schafft Stabilität

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Frankfurt Skyliners sind gegen Crailsheim fast komplett - Leon Kratzer und Lamont Jones kehren zurück.

In dieser Woche erreichten die Frankfurt Skyliners gleich zwei positive Nachrichten. Zum einen ist Leon Kratzer in Abwesenheit der NBA- und Euroleague-Spieler erstmals für die A-Länderspiele der Basketballnationalmannschaft gegen Frankreich und Großbritannien nominiert worden. Zum anderen haben Kratzer und Lamont Jones vom Arzt grünes Licht erhalten, um nach überstandenen Verletzungen am Sonntag (15 Uhr) in der Ballsporthalle gegen den Tabellenfünften, die Crailsheim Merlins, wieder für die Hessen auf dem Parkett zu stehen. „Beide haben zweimal trainiert und haben noch ein bisschen Rückstand“, sagt Skyliners-Cheftrainer Sebastian Gleim: „Aber jetzt haben wir zwei Optionen mehr.“ Das ist auch dringend nötig, die Hessen sind nach zuletzt sechs Niederlagen in sieben Spielen auf den 14. Tabellenplatz der Bundesliga abgerutscht.

Nur Richard Freudenberg wird wegen einer Schleimbeutelentzündung in der Achillessehne und eines Ödems am Fersenknochen noch weiter fehlen. „Der Heilungsprozess läuft aber besser als erwartet“, berichtet Coach Gleim. In rund zwei Wochen werde der Flügelspieler abner nochmal eine Kernspintomographie machen.

Der Ausfall der drei Leistungsträger war für die Skyliners zuletzt weder in Vechta noch in Bamberg zu kompensieren. Trotzdem war Gleim zufrieden mit dem Auftreten seines Teams: „Wir haben viel aus unseren Möglichkeiten rausgeholt.“ In Vechta fehlte jedoch die individuelle Qualität von Topscorer Jones, in Bamberg war es die fehlende Physis. Die Bamberg stellten fünf Spieler über zwei Meter, die Hessen hatten nur zwei. 2,11-Meter-Mann Kratzer wird als Koloss unter dem Korb wieder für mehr Stabilität sorgen. Etwas mehr erwartet Gleim von Winterneuzugang Darius Carter, der in den drei Partien für die Skyliners noch nicht so stark spielte, wie er das zwei Jahre lang für Göttingen getan hatte.

Wieder am Limit

„Aber“, sagt Gleim, „er muss bei uns ein ganz anderes Verteidigungssystem spielen und hatte außer Joe Rahon keinen anderen kreativen Spieler um sich.“ Mit der Rückkehr von Jones, der nicht nur für sich, sondern auch für andere Räume schafft, sollen auch die Stärken von 2,01-Meter-Mann Carter im Spiel mehr zur Geltung kommen.

In der Abwesenheit der Leistungsträger haben sich vor allem Marco Völler und Matthew McQuaid positiv hervorgetan, lobt Gleim. Der Trainer hofft gegen Crailsheim darauf, dass seine Mannschaft wieder an das derzeitige Limit gehen kann. Inwieweit die Skyliners das in dieser Saison tabellarisch noch nach oben bringen könnte, hängt davon ab, wie gesund die Spieler bleiben.

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