Matchwinner für die Skyliners gegen Würzburg: Justin Gray
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Matchwinner für die Skyliners gegen Würzburg: Justin Gray

BBL: Skyliners siegen Würzburg

Entgegen der Anweisung des Trainers

Justin Gray wird gegen Würzburg zum Matchwinner für die Basketballer der Skyliners Frankfurt. Der Erfolg gegen den Aufsteiger steht aber unter Vorbehalt.

Von Timur Tinç

Justin Gray wird gegen Würzburg zum Matchwinner für die Basketballer der Skyliners Frankfurt. Der Erfolg gegen den Aufsteiger steht aber unter Vorbehalt.

Die Arme in die Luft gestreckt sprintete Justin Gray den Fans entgegen. Mit der Schlusssirene hatte der US-Amerikaner die Frankfurt Skyliners zum 80:78 gestern Abend gegen die Würzburg Baskets geworfen und ließ sich feiern. In einer intensiven Partie mit 59 Fouls, war der Frankfurter Bundesligist sieben Sekunden vor Schluss mit einem Punkt in Rückstand geraten. Der 1,88 Meter große Aufbauspieler übernahm Verantwortung, warf über zwei Verteidiger seine Punkte 16,17 und 18 und versetzte 3750 Fans in Extase.

Allerdings steht der Sieg noch unter einem Vorbehalt: Die Würzburger legten nach dem Spiel Protest gegen die Wertung ein. Sie rügten, die Schiedsrichter hätten im dritten Viertel einen Dreier von Frankfurters Herber anerkannt, obwohl die Partie unterbrochen gewesen sei. „Es gab einen klaren Pfiff, deshalb haben wir Protest eingelegt“, schimpfte Würzburgs Trainer John Patrick: „Ich hoffe, dass wir das Spiel nochmal spielen dürfen.“

Grays Freude konnte das nicht groß trüben. „Der Wurf hat sich gut angefühlt“, sagte er. Eigentlich sollte er reindribbeln, ein Foul ziehen oder nach draußen spielen. So lautete die Anweisung von Trainer Muli Katzurin. „Die Gegner haben mich aber gut gedeckt, sodass ich den Wurf nehmen musste“, sagte Gray.

Wieder Probleme unter den Körben

Gut für die Skyliners, die die Partie noch einmal unnötig spannend gemacht hatten. Energisch gegen zwei Mann hatte Jon Leuer 2:41 Minuten vor Schluss den orangenen Lederball zur scheinbar beruhigenden 77:69 Führung für die Skyliners in den Korb gestopft. Doch die insgesamt 21 Ballverluste der Frankfurter ließen Würzburg immer wieder zurückkommen.

Nach dem dritten Viertel waren die Frankfurter Korbjäger noch überlegener gewesen. Gray hatte beim Stand von 44:50 das Spielgeschehen übernommen. Sagenhafte elf Punkte in Folge erzielte der Spielmacher der Skyliners innerhalb von drei Minuten und drehte das Spiel zugunsten der Frankfurter im Alleingang. Den 16:0-Lauf der Skyliners beendete erst Robert Tomaszek mit zwei Freiwürfen.

Zur Pause führten die Skyliners 42:39 nur wegen der unterirdischen Freiwurfleistung des Aufsteigers und auch dessen insgesamt 17 Ballverlusten. Auffallend, wie in den Partien zuvor, war die extreme Schwäche der Skyliners unter den Körben. Neun Offensivrebounds ließen die Frankfurter nach dem zweiten Viertel zu. Mit 31:39 entschieden die Würzburger die Reboundstatistik zu ihren Gunsten.

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