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Skyliner Derrick Allen wird vom Paderborner Marius Nolte gestört.

Skyliners Frankfurt

Am Ende geht die Luft aus

Die Frankfurter Basketballer verlieren gegen Paderborn, nachdem sie lange Zeit in Führung lagen.

Von WOLFGANG HETTFLEISCH

Die Deutsche Bank Skyliners konnten ihren jüngsten Aufwärtstrend in der Basketball-Bundesliga im gestrigen Heimspiel nicht bestätigen. Nach zuletzt zwei Auswärtssiegen in Bremerhaven und Ulm unterlag das Team von Trainer Murat Didin gestern den Baskets Paderborn mit 67:73 (37:29). Vor 4600 Zuschauern schienen die Skyliners die Begegnung in der heimischen Ballsporthalle lange im Griff zu haben, gaben den Sieg aber in einer dramatischen Schlussphase aus der Hand.

Die Hessen erwischten den besseren Start und spielten sich bis zum Ende des ersten Viertels eine 17:11-Führung heraus. Die Skyliners zeigten bis dahin das variablere Angriffsspiel. Pascal Roller und Jimmy McKinney zeigten ihre Gefährlichkeit aus der Distanz und zogen so die Paderborner Defensive immer wieder auseinander, was Derrick Allen den nötigen Raum in Korbnähe verschaffte.

Timothy Black verdingte sich als Alleinunterhalter der Paderborner. Zwar lag der nur 1,78 Meter große, aber wieselflinke Point Guard (21 Punkte pro Spiel) im Duell der BBL-Topscorer bei Halbzeit vor Allen (21,4), doch Frankfurt hatte mit 37:29 die Nase vorn, als es in die Kabine ging.

Die Gäste kamen mit mehr Energie zurück aufs Parkett. Das Team wirkte nun zielstrebiger und kam immer wieder zu einfachen Punkten aus der Nahdistanz, während es die Skyliners gegen die nun aufmerksamere Verteidigung der Paderborner fast nur noch aus größerer Entfernung versuchten. Doch auch wenn das meist nicht spektakulär aussah, verteidigte Didins Mannschaft den Vorsprung gegen den nach zuletzt zwei Niederlagen ein bisschen unter Druck stehenden Tabellen-13. zäh.

Beim Stand von 51:43 für Frankfurt ging es in den Schlussabschnitt. Paderborn erhöhte noch einmal die Schlagzahl, und als Black von jenseits der Drei-Punkte-Linie auf 51:53 verkürzte, kündigte sich eine spannende Schlussphase an. Frankfurt zeigte jetzt Nerven, und als Nathan Peavy nach seinem eigenen Fehlwurf am schnellsten schaltete, lagen die Gäste plötzlich vorn. Die Mannschaft von Doug Spradley bewahrte kühlen Kopf, spielte geduldig und baute die Führung eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene auf fünf Punkte aus. Die Skyliners stemmten sich gegen die drohende Niederlage, fanden aber in den wilden letzten Sekunden weder die Ruhe noch die geeigneten Mittel, um dem Spiel noch eine Wende zu geben.

Die Statistik: Beste Werfer: Allen (18), Roller (16), Archibong (11) für Frankfurt - Black (24), Peavy (18), Moore (12) für Paderborn. - Zuschauer: 4630.

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