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Ken Johnson kennt einige Basketball-Ligen der Welt

Man könnte ihn positiv als Weltenbummler bezeichnen. Oder auch als Legionär. Ken Johnson erfüllt die Voraussetzungen für beide Formulierungen. Seine Reisetasche scheint der neue Center des Basketball-Bundesligisten Frankfurt Skyliners jedenfalls selten komplett auszupacken: In den vergangenen fünf Jahren hat der US-Amerikaner, der in Frankfurt die Lücke unter den Körben schließen soll, in sieben Ländern auf drei Kontinenten gespielt.

Angefangen mit der Flugmeilensammelei hat Johnson vor fünf Jahren: Nach dem gescheiterten Versuch, es in der NBA bei Miami Heat zu schaffen, wechselte er nach Europa: Kurz-Engagements in Italien, Spanien, Frankreich folgten Einsätze in Korea und China. Den sportlichen Tiefpunkt erlebte der 2,10 Meter große Center vor zwei Monaten, als er ins basketballerische Niemandsland in die Schweiz wechselte. Sein schon zu Weihnachten wieder beendetes Engagement bei Fribourg, sieht Johnson rückblickend selbst als Fehler an. "Das war die schlechteste Liga, in der ich je gespielt habe", sagt der 29-Jährige. Trotz Uleb-Cup-Teilnahme sei das Training dort alles andere als professionell gewesen: Bestenfalls einmal wöchentlich habe es geordnete Trainingseinheiten gegeben.

Dass der 110 Kilogramm schwere Center noch Zeit braucht, war in zwei Testspielen gegen den belgischen Erstligisten Lüttich zu merken. "Er ist in keiner guten Verfassung und wird wohl noch einige Wochen brauchen", sagt Trainer Murat Didin über die nach derzeitigem Stand letzte Neuverpflichtung der Skyliners in dieser Saison. Ob Basketballnomade Johnson darüber hinaus länger am Main bleiben wird, erscheint zweifelhaft: Sein Vertrag läuft bis Saisonende - und Optionen wurden laut Geschäftsführer Gunnar Wöbke nicht ausgehandelt.

Am Sonntag (15 Uhr) wird Johnson sein Debüt in der Bundesliga gegen Bremerhaven geben. Fehlen werden dagegen Nino Garris und Kirsten Zöllner. Während letzterer immer noch an einer Verletzung im Oberschenkelmuskel laboriert, ist Garris auf vereistem Bürgersteig ausgerutscht und aufs schon Knie gefallen.

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