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Kaum ein Durchkommen: Shavon Shields, umringt von vier Oldenburgern.
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Kaum ein Durchkommen: Shavon Shields, umringt von vier Oldenburgern.

Skyliners Frankfurt

Defizite unterm Brett

Die 77:80-Niederlage gegen Oldenburg war die siebte Pleite in Folge für die Skyliners.

Von Timur Tinç

Viele Autogramme mussten die Spieler der Frankfurt Skyliners am Sonntagnachmittag nicht schreiben. Nur wenige Fans waren nach der Schlusssirene in der Ballsporthalle geblieben und wollten den Schriftzug ihrer Lieblinge auf Klatschpappen oder T-Shirts geschrieben bekommen. Die meisten Spieler hatte nach der 77:80-Niederlage gegen Oldenburg auch nicht wirklich Lust auf die obligatorische Signierstunde. Der Frust sitzt tief, Ernüchterung macht sich breit. Eigentlich hatten die Skyliners eine ganz ordentliche Partie abgeliefert, hatten den in dieser Saison schwächelnde Oldenburgern – nur Tabellenneunter – einen offenen Schlagabtausch geliefert, am Ende standen sie aber zum siebten Mal in Folge in der Bundesliga mit leeren Händen da und bleiben auf dem 15. Tabellenplatz. Das war gleichzeitig die Einstellung des Negativrekords aus der Saison 2013/2014.

Cheftrainer Gordon Herbert, der unter der Woche ein umjubeltes Comeback in der Champions League gegen Aris Thessaloniki gefeiert hatte, „war enttäuscht“, dass sein Team beim Rebounden nicht die richtige Einstellung an den Tag gelegt, „nicht die dreckige Arbeit gemacht hat“. Schon nach fünf Minuten hatte der Kanadier nach einem Ballverlust von Kwame Vaughn eine Auszeit genommen und erst den Aufbauspieler und dann das ganze Team zur Schnecke gemacht.

Nach diesem Wachrüttler lief es deutlich besser für die Hessen, die Offensive kam ins Rollen und es entwickelte sich eine offensiv sehr ansehnliche Partie bis zur Halbzeit (46:43). So viele Punkte hatten die Skyliners schon lange nicht mehr in den ersten 20 Minuten erzielt. Sie trafen einerseits schwierige Würfe, andererseits lief der Ball wesentlich besser. So kamen sie auf 13 Assists bis zur Pause und eine sagenhafte Wurfquote von 72 Prozent.

Dass die Skyliners dieses Niveau nicht halten konnten war klar, doch die Hessen verloren auch zunehmend an Tempo. Das lag vor allem daran, dass mit Quantez Robertson (39 Minuten), Shavon Shields (37) und Kwame Vaughn (33) gleich drei Spieler mehr Spielanteile bekamen, als ihnen guttut. „Das war mein Fehler“, räumte Herbert ein. Max Merz und Stefan Ilzhöfer sind auf den Guard-Positionen aber keine echten Alternativen. Mahir Agva wäre das für die großen Positionen, doch er bekam wie schon gegen Thessaloniki keine Chance, sich zu beweisen.

Trotzdem waren die Skyliners bis 4:10 Minuten vor dem Ende der Partie und einem Treffer von Kwame Vaughn (15 Punkte) mit 75:71 in Führung – ehe sie offensiv einbrachen und erst wieder eine Sekunde vor Ultimo zwei Punkte erzielten. „Es war ein Spiel der Höhen und Tiefen“, analysierte Herbert. „Nur unsere Tiefs dürfen nicht so lang sein.“ Schon gar nicht in der Schlussphase. Statt gutem Zusammenspiel gab es Einzelaktionen oder „einen guten Blick auf den Korb und wir haben gedribbelt“, bemängelte der Cheftrainer. So kam Oldenburg wieder ran und Chris Kramer schnappte sich beim Stand von 75:77 aus Skyliners-Sicht einen Offensivrebound – den zwölften in der Partie. „Das hat uns gekillt“, sagte Niklas Kiel über das ganz große Problem in dieser Spielzeit, das Rebounden.

Eigentlich bräuchten die Skyliners jetzt eine ordentliche Trainingswoche, um unter dem Brett und die anderen Defizite zu arbeiten. Sie müssen aber am heutigen Montag schon wieder nach Nahiriya (Israel) reisen, wo am Dienstag (18.30 Uhr) die nächste Champions-League-Partie ansteht. „Wir müssen das so annehmen“, sagte Herbert. Lust hat er auf die Reise genau wenig, wie seine frustrierten Spieler nach Niederlagen auf das Autogramme schreiben.

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