Basketball

Basketball: BBL plant Start im November

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Basketballer wollen im November wieder spielen - auch vor Zuschauern. Die Frankfurt Skyliners führen deshalb Gespräche mit der Stadt.

Gunnar Wöbke klang zufrieden. „Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl im Rahmen der Unsicherheit“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter der Frankfurt Skyliners am Freitag. Kurz zuvor hatte die Basketball-Bundesliga (BBL) verkündet, den Spielbetrieb am 6. November wieder aufnehmen zu wollen. Der Pokal-Wettbewerb soll zuvor im Oktober in einem noch zu klärenden Modus ausgetragen werden. „Ich bin für ein Vierer-Turnier an vier Standorten“, sagte Wöbke bereits am Vortag in einer Videokonferenz. Anschließend solle es ein Final Eight oder ein Final Four geben. Das müssen die Geschäftsführer der 17 BBL-Klubs aber noch mit dem Präsidium beschließen. Klar ist, der deutsche Meister wird nach dem gewohnten Modus ermittelt – also mit einer Hauptrunde und anschließenden Playoffs ab dem Viertelfinale. Die Saison soll bis zum 15. Juni 2021 abgeschlossen werden.

Ziel ist es, alle Spiele in der kommenden Saison mit Zuschauern auszutragen. Dafür hat die BBL gemeinsam mit der Handball-Bundesliga und der Deutschen Eishockey Liga einen generellen Leitfaden erstellt, der momentan vom Robert-Koch-Institut geprüft wird. Für die Erstellung eines tragfähigen Hygienekonzepts ist jeder Verein selbst verantwortlich. „Alle Bedingungen sind unterschiedlich, deshalb wird es prozentual unterschiedliche Zuschauerzahlen geben“, glaubt Wöbke. Je nach Hallengrößen und Voraussetzungen hofft er auf 40 bis 60 Prozent Auslastung der Halle. Die Skyliners sind bereits mit der Stadt Frankfurt in Gesprächen, um ein Konzept für die 5000-Zuschauer fassende Ballsporthalle zu erarbeiten. Volle Hallen werde es auf absehbare Zeit nicht geben, ist Wöbke überzeugt.

Das gleiche gilt für die finanziellen Voraussetzungen. „Wir dürfen nicht glauben, dass in zwölf Monaten alles wieder so sein wird, wie es vorher war“, betont Wöbke. Es gehe weiterhin ums wirtschaftliche, aber auch sportliche Überleben. „Stand heute ist unser Ziel der Klassenerhalt.“ Zu der Ankündigung der Bundesregierung, 200 Millionen Euro für den professionellen Sport unterhalb der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga bereitzustellen, hat der Frankfurter Geschäftsführer keine weiteren Details gehört. „Es liegt nichts konkretes auf dem Tisch, deswegen werden wir uns wirtschaftlich so vorsichtig verhalten, wie es nur geht, bis wir ein besseres Gefühl dafür haben, was möglich ist“, so Wöbke. Die Etat-Planungen seien ein fortlaufender Prozess, der sich ständig verändere.

Die BBL hat aufgrund der Corona-Krise den Mindestetat von drei Millionen Euro ausgesetzt, jeder Verein muss aber einen mindestens ausgeglichenen Finanzplan einreichen. (mit dpa)

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