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David Allen gelangen gegen Ludwigsburg 37 Punkte.
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David Allen gelangen gegen Ludwigsburg 37 Punkte.

Allen reißt die Skyliners aus dem Winterschlaf

  • Jan Szyszka
    VonJan Szyszka
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Der Frankfurter Basketball-Bundesligist dreht dank seines Topscorers gegen Ludwigsburg ein schon verloren geglaubtes Spiel noch um

Der Star des Abends ließ sich Zeit. Als einer der letzten Spieler der Frankfurt Skyliners betrat Derrick Allen den VIP-Raum der Ballsporthalle. Dort, wo bereits seit knapp einer Stunde Ehrengäste, Funktionäre und Spieler des Basketball-Bundesligisten die Einzelheiten des dramatischen 96:87 (33:42/75:75)-Sieges der Skyliners nach Verlängerung gegen Ludwigsburg Revue passieren ließen, kehrte Ruhe ein. Dann folgte donnernder Applaus. In Frankfurt hatte dieser letzte Akt der Ehrerweisung mal Tradition - zu Zeiten, als die Skyliners noch um die Meisterschaft kämpften. Vier Jahre ist das her, weswegen Allens Überraschung nur verständlich ist. Allzu lange feiern lassen wollte der zurückhaltende Dauer-Topscorer der Skyliners sich nicht und verdrückte sich flugs Richtung Buffet. Ruhe und Erholung sei nach so einem Spiel das Wichtigste, sagte Allen, der mit 37 Punkten gegen Ludwigsburg einen Saisonrekord aufgestellt hatte und dem Teamkapitän Pascal Roller ein phänomenales Spiel attestierte. "Wir haben uns an ihm hochziehen können", sagte Roller.

Zweieinhalb Viertel lang hatten die Skyliners im Duell mit einem Konkurrenten um die Playoff-Plätze wie der sichere Verlierer ausgesehen. Gegen die aggressive Ludwigsburger Verteidigung als auch deren überragende Offensive durch Center Michel Ferreira do Nascimento (15 Punkte) und Aufbauspieler Ronald Ross (20) fanden die Skyliners kein Mittel. Bis zur 26. Minute lagen sie mit 40:58 zurück. "Zu so einem Zeitpunkt bei diesem Spielverlauf denkt man eigentlich nur noch an Schadensbegrenzung", bekannte Sportdirektor Kamil Novak. Doch dann drehte sich das Spiel: Die Skyliners erwachten aus ihrem Winterschlaf, bewiesen "Charakterstärke" (Trainer Murat Didin) und kämpften sich ins Spiel zurück. Allen voran Allen, der trotz harter Zweikämpfe mit Nascimento immer wieder die Kraft fand, zum Fastbreak durchzulaufen, und seine Mitspieler mitriss. Dank des ebenfalls aufdrehenden Roller (17) gingen die Skyliners eine Minute vor Schluss wieder in Führung (39. Minute, 71:70).

"Wir haben den Skyliners das Gefühl gegeben, dass sie das Spiel drehen können, und selbst nicht an den Erfolg geglaubt", kritisierte der Ludwigsburger Trainer Silvano Poropat seine Mannschaft, die sich dank eines Dreiers von Heiko Schaffartzik (22 Punkte) in die fünfminütige Verlängerung retten konnte. Dort aber ergab sie sich ihrem Schicksal.

Anders die Skyliners: Angefeuert von mehr als 4700 Zuschauern, die die begeisternde Rückkehr ihrer Mannschaft mit La Ola feierten, spielten sie sich in einen Rausch. Per 12:3-Lauf in drei Minuten entschieden sie das Spiel und verursachten Novak Gänsehaut. "So ein Spiel gewinnt man nur einmal in fünf Jahren", jubelte der Sportdirektor, für den der Erfolg doppelt zählt. Abseits der "megawichtigen Bedeutung" des Sieges im Kampf um die Playoffs werde die Art und Weise der Rückkehr der Mannschaft einen Schub geben, glaubt Novak.

Zumindest wenn es nach den Punkten geht, sieht es für die Skyliners im Kampf um die Endrunde sehr gut aus. Mit dem dritten Sieg in Folge bauten die Siebtplatzierten acht Spieltage vor Schluss ihren Vorsprung auf Platz neun auf sechs Punkte aus.

Die Statistik: Beste Werfer: Allen (37), Roller (17), Evtimov (11), McKinney (10) für Frankfurt. - Schaffartzik (22), Ross (20), Ferreira do Nascimento (15), Mittmann (12), Harris (10) für Ludwigsburg. - Zuschauer: 4720.

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