Jayson Granger (links) von Alba Berlin kämpft gegen Len Schoormann von den Frankfurt Skyliners um den Ball.
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Jayson Granger (links) von Alba Berlin kämpft gegen Len Schoormann von den Frankfurt Skyliners um den Ball.

Basketball

Skyliners verlieren glimpflich bei Alba

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Frankfurt Skyliners unterliegen nach turbulenter Woche zum Ligaauftakt bei Meister Alba Berlin nach einem 25:0-Lauf im Schlussviertel nur mit 66:79.

Skyliners-Athletiktrainer Gregory Aubrey rief gleich nach der Schlusssirene alle Spieler zusammen. Die Frankfurter Basketballer legten nach der 66:79-Niederlage beim Deutschen Meister Alba Berlin ihre Handtücher in der Arena am Ostbahnhof aus und begannen sich zu stretchen. „Die oberste Priorität ist, alles dafür zu tun, dass die Spieler gesund bleiben“, sagte Cheftrainer Sebastian Gleim vor dem ersten Saisonspiel. Damit ist nicht nur der Schutz vor dem Coronavirus gemeint, sondern auch die körperliche Fitness.

Von Samstag bis Donnerstag haben sich die Skyliners-Profis nur über die Videoplattform Zoom fit gehalten, turnten die Übungen nach, die Athletiktrainer Dennis Wellm und Aubrey vormachten. Gleich mehrere Spieler waren vermeintlich positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die sogenannten reaktiven Ergebnisse wurden im Laufe der Woche dann durch zwei insgesamt negative PCR-Ergebnisse widerlegt und wurden somit als unspezifisch bewertet. Auch die abschließenden Tests am Freitag waren allesamt negativ, sodass nur Matt Mobley (Muskelfaserriss) und Konstantin Konga (Fuß) ausfielen.

Riesiger Qualitätsunterschied

Das fehlende Training merkte man den Skyliners genauso an wie den riesigen Qualitätsunterschied beider Teams. Nach fünf ordentlichen Minuten spielte der Euroleague-Teilnehmer mit den Frankfurtern Katz und Maus und schickte sie mit einem 22:49-Rückstand in die Kabine. Die Berliner waren selbst erst am Mittwoch aus einer 14-tägigen Quarantäne gekommen und waren am Donnerstag in der Euroleague mit 67:103 gegen Barcelona untergegangen.

„Wir waren zu ängstlich“, analysierte Jon Axel Gudmundsson, der mit 21 Punkten Frankfurts bester Schütze war, die ersten 20 Minuten. Im dritten Viertel stabilisierten sich die Hessen und im Schlussviertel legten sie einen sagenhaften 25:0-Lauf hin, weil die Berliner komplett abgeschaltet hatten. „Wir fahren aufgrund der zweiten Halbzeit aber mit einem guten Gefühl nach Hause. Wir versuchen in den nächsten Wochen gesund zu bleiben und einen Schritt nach vorne zu machen“, sagte Gleim.

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