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Frankfurt Skyliners: Einfach nur erbärmlich

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Von: Timur Tinç

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Total verärgert: Quantez Robertson.
Total verärgert: Quantez Robertson. © IMAGO/Kessler-Sportfotografie

Die Frankfurt Skyliners verlieren nach einem desaströsem Schlussviertel gegen Göttingen 65:73. Spielmacher Will Cherry wird nach 15 Minuten von den Schiedsrichtern aus der Partie genommen.

Quantez Robertson verkniff sich die Schimpfwörter, die ihm auf der Zunge lagen. „Ich behalte es besser für mich“, sagte der 37-Jährige. Es brodelte merklich in dem Kapitän der Frankfurt Skyliners nach der 65:73-Niederlage am Mittwochabend vor 1103 Fans in der Ballsporthalle gegen die BG Göttingen. Dadurch sind die Hessen in der Basketball-Bundesliga auf Platz 16 gerutscht und sind nun punktgleich mit Würzburg und Gießen, die hinter den Frankfurtern stehen.

Nach dem erbärmlichen Auftritt in den letzten zwölf Minuten dieser Partie stellt sich die Frage, wie lange noch? Bei Minute 27.55 führten die Skyliners noch mit 53:41. In Minute 31.27 stand es 56:56. In dreieinhalb Minuten zwölf Punkte futsch. Die letzten acht Minuten der Partie waren ein Offenbarungseid. Sie waren hilflos, planlos, konzeptlos. Es war fast das Abziehbild des Schlussviertels gegen Alba Berlin vor drei Wochen, als den Hessen zwei Pünktchen gelangen.

„In der zweiten Halbzeit haben wir keine Würfe getroffen, unsere Spielzüge nicht ausgespielt und haben Will vermisst“, zählte Robertson auf. Gemeint war Spielmacher Will Cherry, der nach einem Unsportlichen Foul und einem Technischen Foul bereits nach 15 Minuten das Feld verlassen musste. „Er hat gesagt: Er hat mich geschubst“, berichtete Cheftrainer Diego Ocampo. „Wenn das dass Kriterium für Technische Fouls ist, wie viele davon muss es in jedem Spiel geben?“ Mit einem Unsportlichen Foul im Rücken hätte Cherry als erfahrener Spieler vielleicht lieber gar nichts gesagt.

Während in der ersten Halbzeit die Schiedsrichter das Spiel mit einem weiteren Unsportlichen und Technischen Foul zulasten der Skyliners zerpfiffen, legten die Frankfurter Korbjäger eine Jetz-erst-Recht-Mentalität an den Tag. Sie lagen mit neun Punkten zur Halbzeit gegen den Tabellensiebten vorne. Bis zur 28. Minute sah es tatsächlich so aus, als könnten sie das erste Bundesligaspiel ohne Cherry gewinnen. Doch spätestens nach dem Ausgleich war klar, das wird nichts.

Diego Ocampo beklagte, dass die Spieler die falschen Entscheidungen getroffen, offene Würfe verweigert oder viel zu lange auf den Abschluss gewartet hätten. Vor allem Brancou Badio traf als Spielmacher eine schlechte Entscheidung nach der anderen. Erst 1.41 Minute vor Schluss erzielte Robertson den ersten Korb aus dem Feld zum 63:69. „Wir müssen besser werden“, sagte Ocampo. Aber diesen Satz sagt er schon seit Saisonbeginn.

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