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Timo Boll spielt gegen den Japaner Masataka. Seine Teilnahme am Achtelfinale muss er nun absagen.

Tischtennis-WM

Fieber legt Boll lahm

Der Tischtennis-Star muss seine Teilnahme am WM-Achtelfinale absagen.

Timo Boll scheint eine würdige Krönung seiner großen Laufbahn nicht vergönnt: Plötzlich aufgetretenes Fieber hat den deutschen Tischtennis-Star bei der WM in Budapest zur kurzfristigen Absage seines Einzel-Achtelfinales gegen den Südkoreaner Jang Woojin gezwungen. Damit musste Boll zum zweiten Mal bei einem WM-Turnier auf dem besten Weg zu einer Medaille oder gar einem Titel vor seinem Körper kapitulieren. „Es ist extrem bitter, weil Timo bei dieser WM sehr gut gespielt hat und auch eine gute Auslosung hatte“, kommentierte Bundestrainer Jörg Roßkopf die Hiobsbotschaft. Über Bolls Teilnahme am Doppel-Viertelfinale mit Patrick Franziska am Donnerstagabend (nach Redaktionsschluss) sollte laut Roßkopf erst 20 Minuten vor Spielbeginn entschieden werden.

Die Erkrankung des Weltranglistenfünften habe sich bis Mittwochabend noch nicht abgezeichnet, berichtete Roßkopf: „Es gab keine Anzeichen, aber wie das mit Fieber so ist: Es kommt und ist dann da. So bitter es ist, können wir nichts daran ändern: Wenn ein Spieler krank ist, dann ist er krank.“

Bitter ist durchaus noch eine Untertreibung, geht es um die erneute sportliche Tragik des besten deutschen Spielers der Geschichte. Dem Düsseldorfer, der in seiner Karriere mehrfach mit muskulären Problemen am Rücken und Nacken zu kämpfen hatte, fehlten in Ungarn nur noch zwei Siege zu seiner zweiten WM-Einzelmedaille nach Bronze 2011 in Rotterdam.

Dabei hatte sich das Turnier so günstig wie womöglich niemals zuvor für den 38-Jährigen entwickelt: In seiner unteren Tableauhälfte wartete keiner der topgesetzten Chinesen mehr, „oben“ war Chinas Weltranglistenerster Fan Zhendong auch schon gescheitert.

Jetzt wiederholte sich für Boll die Geschichte. Schon bei der WM 2005 in Shanghai hatte er in der Nacht vor dem Doppelfinale mit Christian Süß gegen die Chinesen Kong Linghui/Wang Hao über 39 Grad Fieber bekommen. Der ehemalige Weltranglistenerste war trotzdem zum Endspiel angetreten – und wenige Minuten nach der 1:4-Niederlage mit einem Schwindelanfall zusammengebrochen. (sid)

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