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Janina Hechler kann neue Nationalspielerin beim 1. FFC Frankfurt werden.

Janina Hechler

Verteidigerin auf der Überholspur

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Janina Hechler wird bald Nationalspielerin.

Janina Hechler hielt sich am Dienstagabend bei einer Freundin auf, als Niko Arnautis sie vergeblich versuchte zu erreichen. Als die Verteidigerin des 1. FFC Frankfurt dann beim Rückruf ihren Trainer erreichte, fiel die 19-Jährige fast aus allen Wolken. „Ich war total überrascht, ich hätte nie damit gerechnet.“

Das Eigengewächs, das sich im Verein gerade erst von der dänischen Nationalspielerin Cecilie Sandvej den Stammplatz erkämpft hatte, ist erstmals für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft nominiert. Sie wäre wieder die erste Nationalspielerin, die der einstige Trendsetter aus Frankfurt stellt, nachdem im Sommer Kathrin Hendrich zum FC Bayern gewechselt war. „Für Janina persönlich - aber auch für den Verein - ist das eine richtungsweisende Auszeichnung“, sagt Arnautis, der von der flexibel einsetzbaren Defensivspezialistin viel hält: „Sie ist enorm schnell und sehr zweikampfstark. Auch athletisch bringt sie sehr viel mit.“ 

Davon machte sich Bundestrainer Horst Hrubesch selbst ein Bild, als der FFC beim FC Bayern (1:3) antrat. Anschließend erkundigte sich Hrubesch im Bayern-Campus bei Arnautis speziell über Hechler, die hernach gegen Werder Bremen (2:1) von Co-Trainerin Britta Carlson noch mal in Augenschein genommen wurde. Beeindruckend ist ihre Vielseitigkeit. „Ich kann rechts wie links spielen“, sagt die Linkshänderin, die ihren rechten Fuß als den etwas stärkeren benennt. 

Die Beidfüßigkeit habe sie der fußballerischen Ausbildung beim TSG Gomaringen zu verdanken, „wo ich fast bis zum 15. Lebensjahr nur mit Jungs zusammengespielt habe.“ Vom VfL Sindelfingen wechselte sie schließlich 2015 zu den B-Juniorinnen des 1. FFC Frankfurt, debütierte vor zwei Jahren in der ersten Mannschaft. „Die Frauen-Bundesliga ist noch einmal ein großer Schritt, weil das Niveau viel höher ist.“ 

Hier spielt Hechler nun zunächst mit dem 1. FFC Frankfurt noch beim SC Freiburg (Sonntag 14 Uhr), ehe sie dann am Mittwoch mit dem Zug zum Treffpunkt der DFB-Auswahl in die Klosterpforte in Harsewinkel reist. Gut möglich, dass sie dann in den Freundschaftsspielen gegen Italien in Osnabrück (10. November) oder gegen Spanien in Erfurt (13. November) debütiert. Erst einmal müsse sie sich an die neue Umgebung gewöhnen, sagt sie, „außer Giulia Gwinn und Sydney Lohmann von den U-Teams und natürlich Kathrin Hendrich kenne ich ja niemand.“ 

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