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DFB-Pokal

FFC verlängert sein Final-Abo

Frankfurter Fußballerinnen treffen nach klarem Sieg über Bayern München im Endspiel erstmals auf Saarbrücken.

Von MATTHIAS KITTMANN

Vor dem gestrigen Halbfinale im DFB-Pokal der Fußballerinnen hatte Münchens Trainerin Sissy Raith gegenüber dem Frankfurter Trainer Hans-Jürgen Tritschoks noch gestichelt: "Heute fressen wir euch auf." Doch als das Spiel, das der 1. FFC Frankfurt schließlich mit 4:0 (2:0) gewann, vor 2500 Zuschauern im Sportpark Aschheim losging, zeigten die Frauen des FC Bayern Beißhemmungen. Das lag hauptsächlich am haushohen Favoriten Frankfurt, der geschickt die Gastgeberinnen das Spiel machen ließ. Die waren damit überfordert und rannten sich meist weit vor dem Tor des FFC fest.

Bei den daraus resultierenden Ballgewinnen war Frankfurt weitaus gefährlicher. Und effizienter. Gleich bei der ersten Chance fiel das 1:0. Birgit Prinz setzte sich auf links mit einer Körpertäuschung durch, guckte kurz und passte perfekt in den Strafraum zur völlig frei stehenden Conny Pohlers, die trotz umständlicher Drehung den Ball locker unterbrachte.

Das junge Bayern-Team war zwar bemüht, aber nie wirklich torgefährlich. Dagegen blieb der FFC effizient. Eine Chance ließ Pohlers nur aus, dann war sie wieder zur Stelle. Pia Wunderlich hatte die ehemalige Potsdamerin steil geschickt, und Pohlers schob unter Torfrau Ulrike Schmetz durch.

Die einzige Möglichkeit des Teams von Sissy Raith in der ersten Halbzeit servierte FFC-Torfrau Silke Rottenberg, als sie einen Abschlag genau in die Füße von Vanessa Bürki schlug, doch der Schweizer Nationalspielerin fehlte die Nervenstärke, alleine vor dem Tor das Glück beim Schopf zu greifen. Denn statt gleich zu schießen, vertändelte sie noch den Ball.

Damit deutete sich schon früh an, dass es den Frauen des FC Bayern nicht gelingen würde, ihren Männern ins Finale am 19. April nachzufolgen. Zumal Petra Wimbersky nach 60 Minuten, glänzend freigespielt von Sandra Smisek, das 3:0 nachlegte und Smisek selbst mit dem 4:0 das i-Tüpfelchen setzte.

"Für uns stand heute viel auf den Spiel", sagte FFC-Trainer Tritschoks, "denn wir wollten unbedingt unseren Rekord halten, in jedem Jahr ins Pokalfinale zu kommen." Seit der Gründung des FFC 1999 ist er nun zum zehnten Mal in Folge in Berlin dabei. Erstmals heißt dabei der Gegner 1. FC Saarbrücken, der sich beim Zweitligisten TuS Köln mit 2:0 (1:0) durchsetzte.

FFC-Manager Siegfried Dietrich sagte: "Das ist ein Traum für uns, ich bin absolut happy." Vor allem wirtschaftlich ist das Pokalfinale "die wichtigste nationale Plattform", so Dietrich. Neben den 70 000 Euro, die es für jeden Finalisten über die TV-Rechte gibt, kann der FFC noch rund 100 000 Euro über weitere Vermarktung reinholen. Das ist auch für einen wirtschaftlich gut ausgestatteten Klub wie den FFC eine Stange Geld.

Langweilig wird das Finale trotz des Dauer-Abos kaum. Auf der gestrigen Rückfahrt feierten die FFC-Spielerinnen ungewöhnlich ausgelassen bei Pizza, Cola und sogar dem einen oder anderen Bier. Trainer Tritschoks bestätigte: "Jedes Endspiel hat seinen Reiz. Wenn man einmal in Berlin war, will man immer wieder hin." Manager-Profi Dietrich hatte sicherheitshalber schon im Vorfeld Flüge und Hotel gebucht.

Die Statistik: FFC: Rottenberg - Günther (21. Kliehm), Lewandowski, T. Wunderlich, Krieger - Weber, P. Wunderlich (66. Thomas), Wimbersky, Pohlers (79. Garefrekes) - Prinz, Smisek.

Tore: 0:1 Pohlers (12.), 0:2 Pohlers (45.), 0:3 Wimbersky (60.), 0:4 Smisek (90.).

SR: Beck (Magstadt).- Z.: 2500.

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