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Mag nicht mehr hinschauen: FFC-Trainer Sven Kahlert.
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Mag nicht mehr hinschauen: FFC-Trainer Sven Kahlert.

Niederlage gegen Duisburg

FFC spielt das Ass im Ärmel nicht aus

Die deutsche Meisterschaft ist für die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt in weite Ferne gerückt. Nach dem 0:1 gegen den FCR Duisburg sind die Frankfurterinnen in den kommenden Spielen auf fremde Hilfe angewiesen, aus eigener Kraft können sie den Sprung an die Tabellenspitze jedenfalls nicht mehr schaffen.

Von Nanette-Natalie Naumann

Der 1. FFC Frankfurt hat in der Bundesliga einen herben Rückschlag erlitten. Die 0:1 (0:0)-Niederlage am Samstag im Nachholspiel gegen den FCR Duisburg verhinderte die Rückkehr der FFC-Fußballerinnen an die Tabellenspitze. Sie können nun nicht mehr aus eigener Kraft deutscher Meister werden.

Lange nach Spielende waren Manager Siegfried Dietrich, Mittelfeldregisseurin Sandra Smisek und Torhüterin Nadine Angerer noch mit der Analyse beschäftigt. Den Blick ins Nirgendwo gerichtet, klagte Dietrich: „Am Schluss hat einfach das Glück gefehlt.“

Mit Fortuna im Bunde fühlte sich dagegen der FCR Duisburg. „Die glücklichere Mannschaft hat gewonnen“, bewertete Martina Voss-Tecklenburg den Sieg. Nach dem Abpfiff telefonierte die Duisburger Trainerin zunächst mit ihrem Ehemann, der das Spitzenspiel des Tabellenzweiten gegen den -dritten am Fernseher verfolgt hatte. „In den letzten Minuten hat er seine Kleidung durchgeschwitzt“, erzählte sie.

Später Ausgleich lag in der Luft

In der Schlussphase hatte tatsächlich der späte Ausgleich für die Heimmannschaft in der Luft gelegen, als etwa die Schwedin Jessica Landström die Duisburger Schlussfrau Christina Bellinghoven zu einer Glanzparade zwang. In der Nachspielzeit hätte auch Conny Pohlers, die für die mit Oberschenkelproblemen ausgewechselte Birgit Prinz ins Spiel gekommen war, treffen können. Aber auch sie brachte den Ball nicht an der Torhüterin vorbei.

Der Ausgleich hätte die Situation in der Liga komplett verändert. Frankfurt wäre bei einem Remis Tabellenführer gewesen. „Wir wussten, bei einem Unentschieden verlieren wir bereits die Meisterschaft“, sagte auf der anderen Seite Torschützin Inka Grings. Stattdessen befinden sich jetzt wieder drei Teams fast auf Augenhöhe. Duisburg lauert einen Punkt hinter Frankfurt. Turbine Potsdam, das am Wochenende wie Bad Neuenahr den Einzug ins Pokalhalbfinale klarmachte, darf sich mit einem Zähler Vorsprung auf den FFC keine Schwächephase leisten, hält aber die meisten Trümpfe in der Hand.

Am nächsten Spieltag trifft Duisburg auf Potsdam, und die Frankfurterinnen müssen dem Team aus dem Ruhrgebiet die Daumen drücken. „Es ist wirklich traurig, weil wir es nun nicht mehr in der eigenen Hand haben“, sagte Smisek. Schlägt Duisburg freilich Potsdam, dann könnte sich das Blatt wieder wenden, sofern der FFC, der gleichzeitig Saarbrücken erwartet (11 Uhr), in den verbleibenden Spielen durchmarschiert. Doch hätten die Frankfurterinnen besser gleich die Asse ausgespielt, die sie im Ärmel hatten.

„Die müssen ihre Chancen in der ersten Hälfte nutzen“, befand Grings. Vor allem Ariane Hingst, die in der 34. Minute nach Zuspiel von Dzsenifer Marozsán frei vorm Tor stehend in den Boden trat und deswegen den Ball nicht richtig traf, hätte die Führung erzwingen können. Auch Smisek tauchte gefährlich vorm Duisburger Tor auf.

Sachlich bewertete der Frankfurter Trainer Sven Kahlert die Überlegenheit in der ersten Halbzeit: „Wir haben das Spiel nicht verloren, weil Duisburg ein Tor schießt, sondern weil wir selbst nicht aufs Tor geschossen haben.“ Torjägerin Grings beschrieb den entscheidenden Moment (71.) so: „Ein Freistoß, Sonja Fuss checkt schnell, dass die Frankfurter Abwehr sich überhaupt noch nicht sortiert hat.“ Grings bekommt den Ball, lupft ihn über die herauslaufende Torhüterin Angerer. Im Viertelfinal-Nachholspiel des DFB-Pokals tritt der 1. FFC Frankfurt am Mittwoch (18 Uhr) beim FSV Gütersloh an. „Es ist schwer, eine positive Grundstimmung aufzubauen, wenn man noch so enttäuscht ist“, sagte Kahlert. Versuchen muss er es aber.

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