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Ein Schritt zur Meisterschaft

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Torjägerinnen: Conny Pohlers (li.) und Alexandra Krieger.
Torjägerinnen: Conny Pohlers (li.) und Alexandra Krieger. © Imago

Der FFC gewinnt gegen Duisburg und hat kurz nach dem Rückrundenstart schon sieben Punkte Vorsprung

Von MATTHIAS KITTMANN

Das Ergebnis im Spitzenspiel der Frauenfußball-Bundesliga zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem FCR Duisburg spricht für sich. Ob das 4:0 nun "zu hoch" war, wie es Duisburgs neue Trainerin Martina Voss empfand, oder "angemessen", wie es der Frankfurter Trainer Hans-Jürgen Tritschoks sah. Auch waren drei der vier FFC-Tore eher ungewöhnlich.

Am Ende reichte der Blick auf die Auswechslungen, um zu veranschaulichen, wo die Unterschiede zwischen beiden Teams liegen: Während bei Duisburgs Wechseln Spielerinnen kamen, die nur Insider kennen, konnte sich der FFC den Luxus erlauben, die zweimalige Weltmeisterin Renate Lingor und die ehemalige Nationalspielerin Sarah Günther erst in den zweiten 45 Minuten aufs Feld zu schicken. Zu dem Zeitpunkt stand es 1:0 durch Conny Pohlers, die in der 16. Minute clever einen Patzer der Duisburger Abwehr genutzt hatte, als sie einen Fehlpass aus rund 30 Metern direkt und in hohem Bogen über Keeperin Christina Bellinghoven ins Tor beförderte. Ansonsten neutralisierten sich beide Teams. Die jeweils ballführende Spielerin wurde früh attackiert, klare Spielzüge blieben Mangelware. So mussten Standardsituationen für Chancen herhalten, Simone Laudehr und Annike Krahn hatten für Duisburg per Kopf noch die besseren Möglichkeiten, verfehlten aber das Ziel.

Stattdessen verließ für die Gäste die ohnehin angeschlagene Inka Grings mit einer Oberschenkelverletzung den Rasen, während beim FFC in Lingor und Günther die Hochkaräter erst noch kamen. Und ehe Duisburg auf den Ausgleich drängen konnte, stand es schon 2:0. Nach einem Lingor-Freistoß schoss Sarah Günther eine zu kurze Abwehr ins Tor. Duisburgs Moral knickte in diesem Moment ein. Schon in der vergangenen Saison gerieten die Rheinländerinnen in beiden Spitzenspielen gegen Frankfurt gehörig unter die Räder. Der Druck scheint für die noch relativ junge Mannschaft in solchen Situationen zu hoch.

Der 1. FFC kam vor 2880 Zuschauern dagegen erst richtig in Schwung. Weil in der Defensive kaum noch Gefahr drohte, ließen die Frankfurterinnen den Ball laufen, und die Chancen häuften sich. Das 3:0 fiel nach einer einstudierten Ecke, die Birgit Prinz von links auf den kurzen Pfosten und Sandra Smisek.

Und wenn es läuft, dann gelingen einem auch verrückte Sachen. Denn Alexandra Krieger, seit vier Wochen US-Nationalspielerin, wollte von rechts eigentlich flanken, doch der Ball landete aus 35 Metern genau im linken Winkel. Noch ist zwar fast die komplette Rückrunde zu spielen, aber sieben Punkte Vorsprung für den FFC sind im Meisterschaftsrennen schon eine Hausnummer.

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