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Olympiatraum nicht aufgegeben

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Saarbrückens Spielerin Lisa Schwab (r.)  attackiert die Frankfurterin Renate Lingor im Spiel um den DFB-Pokal.
Saarbrückens Spielerin Lisa Schwab (r.) attackiert die Frankfurterin Renate Lingor im Spiel um den DFB-Pokal. © AP

Die Doppel-Weltmeisterin hat ihren Traum vom olympischen Fußball-Turnier noch nicht aufgegeben. Vor ihrer Schulteroperation kündigte die FFC-Spielerin aber an, ihre Karriere spätestens nach Olympia zu beenden.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Doppel-Weltmeisterin Renate Lingor hat ihren Traum vom olympischen Fußball-Turnier in Peking noch nicht aufgegeben. Vor der schweren Schulteroperation am Donnerstag im Frankfurter Rot-Kreuz-Krankenhaus kündigte die 32- jährige Spielerin des 1. FFC Frankfurt aber an, sie ihre hochdekorierte Karriere spätestens nach Olympia beenden wird. Die 141-fache Nationalspielerin hatte sich beim 5:1- Sieg im Berliner DFB-Pokalfinale am Samstag gegen den 1. FC Saarbrücken nach einem Sturz das Schultereck-Gelenk gesprengt.

"Ich habe die Hoffnung, dass Renate wieder völlig gesund wird. Aber es wird auf jeden Fall eng. Ich nehme nur fitte Spielerinnen mit", sagte Bundestrainerin Silvia Neid am Mittwoch. "Sie wird eine große Lücke hinterlassen, die man nicht so einfach schließen kann. Renate ist für die Mannschaft sehr wichtig. Aber es gab diesen Plan, mit den Olympischen Spielen in Peking aufzuhören, schon länger."

FFC-Manager Siegfried Dietrich betonte: "Ihr Vertrag beim FFC läuft am 30. Juni aus. Wir wollen Renate aber so gut wie möglich helfen, dass sie nach Peking kommt. Nach der Operation werden wir uns darüber unterhalten, wie sie auch nach der Bundesliga-Saison bis Olympia weiter bei uns trainieren kann. Es ist bitter, dass sie am Ende ihrer großen Karriere so ein Schicksal erleiden muss."

Die Zukunft der gebürtigen Karlsruherin liegt beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Dort arbeitet Lingor, die 2004 in Athen die Bronzemedaille mit der Nationalmannschft der Frauen gewann, in der neugegründeten Abteilung für Schulfußball. 1981 hatte sie ihre Laufbahn beim SV Blankenloch begonnen und war über den Karlsruher SC zu den Bundesligisten SC Klinge Seckach und SG Praunheim gewechselt. Diese Spielgemeinschaft wurde in den 1. FFC Frankfurt umbenannt, mit dem die dreimalige Europameisterin 2002 und 2006 den UEFA-Cup gewann.

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