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Hadern nach dem Lattentreffer: Shekiera Martinez.

1. FFC Frankfurt

Der junge Lichtblick Shekiera Martinez

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Der 1. FFC Frankfurt spielt 1:1 gegen SGS Essen. Richtig enttäuscht zeigt sich auf Seiten der Gastgeber keiner.

Wenn es um Shekiera Martinez geht, gerät Niko Arnautis ins Schwärmen. „Sehr präsent, sauschnell und torgefährlich“ sind einige der positiven Adjektive, die dem Trainer des 1. FFC Frankfurt zu der 17-jährigen Stürmerin einfallen. Doch abgesehen davon, dass der Pädagoge das Ausnahmetalent schonend in sein Team integrieren will, hatte er auch verletzungsbedingt in dieser Saison noch nicht allzu viel von der Junioren-Nationalspielerin. Denn gleich beim Bundesligaauftakt, der 0:3-Niederlage in Wolfsburg, zog sie sich einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zu.

Erst am Sonntag, beim 1:1 (1:1) gegen die SGS Essen, kehrte Martinez ins Spiel zurück. Dabei tat sie sich vor 1310 Zuschauern im Stadion am Brentanobad nach ihrer Einwechslung in der 81. Minute als Protagonistin zweier Szenen hervor, die das, was die Verantwortlichen des ehemaligen Champions-League-Siegers dieser Tage gerne erzählen, eindrücklich unterstrichen. Dass im Team eine Menge Potenzial besteckt, dieses aber noch nicht ausschöpft. Denn der Torschützenkönigin der U17-Europameisterschaft genügte der Kurzeinsatz, um Pfosten und Latte zu treffen. Neben den beiden Treffern, für die innerhalb von wenigen Minuten Mannschaftskollegin Laura Feiersinger mit einem Abstauber sowie für Essen Lea Schüller sorgten, waren dies die besten Möglichkeiten in einer insgesamt ausgeglichenen Partie.

Richtig enttäuscht zeigte sich auf Seiten der Gastgeber jedoch keiner. Immerhin gehört der Tabellendritte aus Essen aktuell zu den Topteams, und die Frankfurterinnen schoben sich mit ihrem vierten Punkt auf Platz neun vor. „In der ersten Halbzeit hat uns ein bisschen von der Aggressivität und Galligkeit gefehlt“, analysierte Arnautis. „Da haben wir den Gästen zu viel Raum gegeben.“ Nach der Pause passierte dann nicht mehr allzu viel, bevor Martinez den Rasen betrat. Mit der Aufgabe, die Lücken hinter den Ketten zu nutzen, hatte man sie losgeschickt. Aber, wie der Trainer betonte, auch, „um ein Tor zu schießen“.

Obwohl das nicht gelungen war, attestierte er der Spielerin, die Anfang des Jahres ihr erstklassiges Debüt gegeben hatte, „eine tolle Entwicklung“. Die Verletzung habe sie darin zwar etwas zurückgeworfen. Doch sie sei schon jetzt wieder „eine starke Alternative“. Wenn da nicht die zeitliche Begrenzung wäre. Denn im November ist Martinez für die U17-Weltmeisterschaft in Uruguay eingeplant. Dann muss Arnautis schon wieder auf sie verzichten. Aber sie kann eine Hoffnungsträgerin für die nächste schwierige Aufgabe gleich am Mittwoch (18.15 Uhr) beim Vizemeister Bayern München sein. Oder spätestens im darauffolgenden Heimspiel kommenden Sonntag gegen Werder Bremen,

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