Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Frauenteams

Fußballspaß italienisch

Bardolino debütiert im Halbfinale des Uefa-Cups in Frankfurt. Noch nie trafen im offiziellen Vereinsfußball der Frauen Teams diesseits und jenseits des Brenners aufeinander.

Von MATTHIAS KITTMANN

"Dreiunddreißig Espressi, per favore!" Das Relaxa-Hotel im Frankfurter Stadtteil Riedberg weiß, welche Stunde geschlagen hat: Der CF Bardolino aus Italien ist angekommen. In der langen deutsch-italienischen Freundschaft mit ihren zahlreichen Fußballduellen stellt das Halbfinale im Uefa-Cup zwischen dem 1. FFC Frankfurt und der Mannschaft vom Gardasee allerdings eine Premiere dar. Denn noch nie trafen im offiziellen Vereinsfußball der Frauen Teams diesseits und jenseits des Brenners aufeinander. Am heutigen Samstag geht es mit dem Hinspiel im Stadion am Brentanobad (15 Uhr) los, eine Woche später, am 5. April, steigt das Rückspiel im Veroneser Stadion Marc Antonio Bentegodi um 20.30 Uhr.

Auch wenn alles neu ist, funktioniert die Kommunikation wie unter alten Freunden. "Als ich vor ein paar Wochen in Bardolino war, bin ich nicht nur freundschaftlich empfangen worden, sondern habe sehr professionelle Bedingungen vorgefunden", sagt FFC-Manager Siegfried Dietrich. Auch die italienischen Gäste fühlten sich in Frankfurt gleich wohl. FFC-Mitglied Maria Catalfio, die aus eine der vielen italienischen Immigrantenfamilien in Frankfurt stammt, regelt zweisprachig die kleinen Dinge im Alltag vor dem Spiel. Sogar das Frankfurter Wetter zeigt sich beim Ankunftstag der Giallo Blu (Gelb-Blauen) von seiner italienischen Seite.

Doch ansonsten könnte der Unterschied zwischen beiden Klubs kaum größer sein. Während der zweimalige Europapokalsieger FFC Frankfurt in seinem fünften Halbfinale steht, stellen die Gegnerinnen das erste italienische Team überhaupt, das jemals so weit gekommen ist. Doch CF Bardolino - CF steht für Calcio Femminile - hat seit 1997 in der Serie A einen langen Atem. Seit dem Aufstieg rangieren die Frauen aus dem Veneto immer unter den ersten Dreien, 2005 folgte endlich der erste Meistertitel. 2007 wurde endgültig das Jahr der Gelb-Blauen, als die Squadra von Trainer Renato Longega mit 13 Punkten Vorsprung vor Turin die Meisterschaft gewann. Entscheidender Faktor dabei: Patrizia Panico, Italiens Pendant zu Birgit Prinz, die von Lazio Rom losgeeist wurde. Denn an Sponsoren mangelte es Bardolino, ebenso bekannt für seinen Wein, im reichen Norditalien noch nie. Mittlerweile spielt die halbe Nationalmannschaft am Gardasee und will auch im Uefa-Cup für Furore sorgen. Dabei hat sie das längst: Nach dem Viertelfinalsieg gegen Bröndby Kopenhagen hatte Klubpräsident Marcello Battistoli Tränen in den Augen.

"Vor zwei Jahren haben wir den Umbruch gemacht und seitdem alle Strukturen rund um den Frauenfußball erneuert", sagt Trainer Renato Longega. Die Mannschaft besteht zwar aus zahlreichen Nationalspielerinnen, aber sie kommen fast alle aus der Region. "Dadurch können wir professioneller trainieren", so der Trainer. "Natürlich ist der 1. FFC Frankfurt Favorit, das ist ein europäisches Topteam. Aber wir haben überhaupt nichts zu verlieren. Für uns ist das Halbfinale Spaß pur."

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare