+
Die beiden FFC-Torschützinnen gegen Werder: Laura Feiersinger (links) und Laura Freigang.

1. FFC Frankfurt

Doppelte Laura

  • schließen

1. FFC Frankfurt feiert erkämpften Arbeitssieg.

Der beliebteste Vorname bei deutschen Mädchen war im vergangenen Jahr Emma. Zuvor hatten sich die meisten Eltern für Mia entschieden. Eine (nicht repräsentative) Umfrage unter 1030 Zuschauern im Stadion am Brentanobad hätte am hessischen Wahlsonntag wohl Laura hervorgebracht. Denn Laura Feiersinger und Laura Freigang stellten den 2:1 (1:0)-Heimerfolg des 1. FFC Frankfurt gegen Werder Bremen sicher. Die österreichische Nationalspielerin Feiersinger erzielte das 1:0 (35.), die U20-Nationalspielerin Freigang köpfte nach Flanke von Europameisterin Jackie Groenen das 2:1 (76.), nachdem Katharina Schiechtl vorübergehend für die Gäste ausgeglichen hatte (52.). 

Die Erleichterung stand den FFC-Verantwortlichen ins Gesicht geschrieben. „Wir haben es uns unnötig schwer gemacht“, sagte Manager Siegfried Dietrich, der von einem „dreckigen Arbeitssieg“ sprach. Mit dem Pflichtsieg gegen den Aufsteiger verhinderte der FFC weitere Debatten über die Leistungsfähigkeit des stark verjüngten Kaders, der nach der englischen Woche auf Platz neun der Frauen-Bundesliga rangiert. „Es war sehr wichtig, dieses Spiel zu gewinnen, das stand über allem“, bilanzierte Cheftrainer Niko Arnautis. „In der ersten Hälfte waren wir aktiver und haben verdient das 1:0 gemacht. In der Folge haben wir es dann versäumt, nachzulegen.“ Zwischenzeitlich verlor sein Team völlig den Faden und hätte bei einer Chance von Reena Wichmann – FFC-Torfrau Bryane Heaberlin regierte prächtig (57.) – oder einer verunglückten Flanke von Verena Volkmer – der Ball klatschte an die Latte (74.) – sogar in Rückstand geraten können.

„Von den Chancen her war es ein ausgeglichenes Spiel, auch wenn der 1. FFC Frankfurt mehr Spielanteile hatte“, meinte Carmen Roth, Trainerin des SV Werder. „Erst ab der 60. Minute sind wir dann wieder besser in Schwung gekommen“, erklärte Kollege Arnautis. Für ihn aber hatte „unter dem Strich die bessere Mannschaft“ gewonnen. Im Rahmen des Heimspiels wurde Medienreferent Dirk Zilles verabschiedet, der nach fünf Jahren mit erweiterten Aufgaben zum Frauenmeister VfL Wolfsburg wechselt. Seine Nachfolge tritt Paul Schönwetter an.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion