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Außer Rand und Bahn: Karsten Warholm, Hürdensprinter.
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Außer Rand und Bahn: Karsten Warholm, Hürdensprinter.

ZEN-KAMPF

Fette und Fichten

  • Günter Klein
    VonGünter Klein
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Die Rekorde purzeln bei Olympia. Doping? Niemals. Gute Ernährung natürlich, regionales Superfood. Und eine Holzbahn, die das Letzte aus den Athleten rauskitzelt.

Rekorde wecken Begeisterung. Oder Misstrauen. Jedenfalls verlangen sie immer nach einer Erklärung. Doping? Niemals! Der wahre Grund für Leistungssteigerungen liegt immer in der Kraft der Natur.

Was hat Usain Bolt so schnell gemacht, dass er sich nicht mal mehr die Schnürsenkel binden musste für einen Olympiasieg über 100 Meter? Die Süßkartoffelknolle! 2021 steckt sie auch hinter dem jamaikanischen Frauen-Sprintwunder. Somit konnte die Süßkartoffel ihre Spitzenposition vor der Roten Beete verteidigen, die noch im vorigen Jahr als das neue ganz legale Superding gehandelt wurde.

Etwas aus der Mode geraten ist die Schildkrötenessenz, die bei der Leichtathletik-WM 1993 die chinesischen 3000-Meter-Läuferinnen stärkte. Steigerungen auf Tartanbahn oder Straße liegen nun definitiv an der Abkehr vom gedämpften Laufschuh. Fußsohlenmuskulatur kann nun ungehindert ihre jahrelang unterdrückte Kraft entfalten. Sie katapultiert einen voran und über die Hürden – zu sehen bei Karsten Warholm, dem fantastischen Norweger, bei dem wir allerdings auch annehmen, dass seine Dominanz von den guten Fetten im selbstgefangenen Lachs aus dem Fjord um die Ecke herrührt.

Der größte Olympia-2020/21-Hit aber ist: Die schnelle Radbahn. Nicht die High-Tech-Räder sind der Grund für die Bestleistungen, sondern die Bahn, die aus sibirischer Fichte gefertigt ist. Jahrhundertelang haben diese Bäume, unbehelligt von menschlichen Einflüssen, an sich gearbeitet – und nun schlägt ihre große Stunde. Ein olympisches Märchen.

Und womöglich der Beginn einer Weltkarriere. Wer jetzt nicht ein Parkett aus sibirischer Fichte in seiner Wohnung verlegen lässt, hat Olympia nie geliebt.

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