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Klare Ansagen von den Fans: Lauterer Spieler schlägt nach dem 0:4 in Berlin geballter Zorn entgegen.
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Klare Ansagen von den Fans: Lauterer Spieler schlägt nach dem 0:4 in Berlin geballter Zorn entgegen.

Die FCK-Fans in der Pfalz sind sauer

1. FC Kaiserslautern: Graue Teufel

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Der Drittligist 1. Kaiserslautern steckt mal wieder in der Krise

Es gibt ausnahmsweise mal gute Nachrichten vom Meisterschafts-Mitfavoriten 1. FC Kaiserslautern. Aber sie kommen nicht vom Fußballplatz, wo der Deutsche Meister von 1998 gerade mal wieder tief im Keller der dritten Liga angelangt ist. Drei Spiele, ein Punkt, null Tore. Platz 19. Die sonnigen Aussichten bringt nicht nur die Wettervorhersage, sondern die Absprachen mit den Behörden: Zum Heimspiel der Tradititonsklubs am Samstag gegen 1860 München dürfen 20 000 Leute zum Anfeuern auf den berühmtesten Berg der Republik kommen. 20 000 auf dem Betze - an der Unterstützung wird es also nicht fehlen.

Daran hatte es aber auch vergangenes Wochenende nicht gefehlt. 2000 der immer-treuen Lauterer Fans waren zum 660 Kilometer entfernten Auswärtsspiel bei Viktoria Berlin gekommen - und sahen ein demoralisierendes 0:4. „Ich entschuldige mich bei jedem einzelnen, der hier war“, sagte Kapitän Jean Zimmer nach dem Debakel kleinlaut im SWR-Interview.

Dabei waren sie beim FCK noch so hoffnungsfroh nach der ansehnlichen Leistung beim 0:1 im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach. Einen noch weitaus tolleren Pokalauftritt gab war schon vor zwei Jahren: 2:0-Sieg gegen Mainz 05, die Menschen im Fritz-Walter-Stadion lagen sich in den Armen. Danach folgte dennoch eine betrübliche Drittligasaison, die die grau gewordenen Roten Teufel am Ende auf Rang zehn zurückließ.

Bei der Schmach im Berliner Jahn-Sportpark hatte sich zu allem Überfluss auch noch Felix Götze, der Bruder von Mario Götze, so schwer am Kopf verletzt, dass der Mittelfeldspieler vorübergehend auf der Intensivstation lag. Tragisch, aber typisch, dass der Zusammenprall in einem Luftkampf mit seinem eigenen Teamkollegen Marvin Senger geschah.

Die Partie der Ex-Meister gegen die Münchner Löwen gibt den Lauterern nun die Chance, die leidgeplagten eigenen Fans wieder ein wenig zu versöhnen. Unter der Woche waren einige mit einem Plakat am Fritz-Walter-Stadion aufgetaucht, dessen Botschaft unzweideutig geriet: „Der Vertrauensvorschuss ist aufgebraucht! Wer keine Lust hat, kann sich verpissen.“ Inhaltlich sind das zwar hart formulierte, angesichts der Hingabe der Anhänger:innen aber nachvollziehbare Parolen.

Manager und Ex-Profi Thomas Hengen („Betze ist Kampf bis zum Schluss“), hatte gemeinsam mit Trainer Marco Antwerpen geplant, den Betzenberg zur Festung zu machen und war mit einem gewachsenen Kader optimistisch in die Saison gegangen. Die Hoffnung ist nicht weg. Aber sie ist mal wieder kleiner geworden.

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