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Erst mal Durchatmen

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Von: Stefan Fritschi

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Ab durch die Mitte: Der Frankfurter Ahmed Azaouagh (Mitte) gegen zwei Balinger. imago images
Ab durch die Mitte: Der Frankfurter Ahmed Azaouagh (Mitte) gegen zwei Balinger. imago images © IMAGO/ULMER Pressebildagentur

FSV Frankfurt gewinnt und verlässt die Abstiegsränge der Regionalliga Südwest

Es war ein gelungener wie Hoffnung gebender Einstand für den neuen Cheftrainer Tim Görner und den FSV Frankfurt. Mit einem 2:0 (0:0) behaupteten sich die Bornheimer bei der TSG Balingen und verließen somit die Abstiegszone der Fußball-Regionalliga Südwest. „Die Freude ist groß. Es waren unfassbar wichtige drei Punkte“, kommentierte Görner den Sieg im Zollernalbkreis mit Blick auf die weiteren Ergebnisse. Selbst der Tabellenneunte Balingen kann sich seiner Sache noch nicht sicher sein, in der nächsten Saison wieder in dieser Spielklasse antreten zu dürfen.

Verletzungs- respektive krankheitsbedingt hatte Görner bei seinem Debüt auf Arif Güclü, Andu Kelati und Alieu Sawaneh verzichten müssen, die beim 1:3 vor einer Woche gegen den Bahlinger SC, dem letzten Spiel unter Thomas Brendel als Cheftrainer, noch in der Startformation standen. Zudem musste Bahattin Karahan auf die Ersatzbank. Dafür brachte Görner wie erwartet wieder die zuletzt gesperrten Marcel Heller und Ahmed Azaouagh und bot zudem den Ex-Balinger Felix Heim und Jake Hirst in der Anfangself auf. Auch modifizierte er das Spielsystem: Anstatt auf ein 4-2-3-1 setzte Görner auf ein 4-4-2.

Nach recht wildem Beginn hatte der FSV etwas Glück, dass der Unparteiische Philipp Hofheinz (Niefern) die Aktion von Luka Garic an Pedro Almeida Morais nicht mit einem Foulelfmeter ahndete (4.). Dann traf Tobias Dierberger ins FSV-Tor – doch er stand im Abseits (8.). Auf der Gegenseite verpassten Cas Peters (10.) und Heim (29., 45.) die Führung.

„Nicht alles super“

Nach dem Seitenwechsel klappte es dann mit dem Abschluss. Erst traf Peters nach Hellers Zuspiel (55.), und nur fünf Minuten später schloss Hirst ein Solo erfolgreich ab – die Doppelspitze stach eiskalt zu. „Nach dem Doppelschlag haben wir nicht mehr viel zugelassen, recht souverän gespielt“, stellte Görner zufrieden fest. Lediglich in der 62. Minute drohte höchste Gefahr, als Jan Ferdinand per Freistoß die Latte traf.

„Die Leistung war in Ordnung“, resümierte Görner. „Aber wir wissen auch, dass jetzt nicht alles super ist.“ Gerade in der Anfangsphase hatte der FSV Probleme, Struktur ins Spiel zu bringen, die Unordnung beziehungsweise individuelle Fehler hätten durchaus in einen Rückstand münden können. Viel Zeit, die Abläufe zu verfeinern, hat Görner in dieser Woche nicht. Am Mittwoch (19 Uhr) ist der 26-Jährige und seine Mannschaft im Hessen-Pokal gefordert, im Viertelfinale empfängt der Fußballsportverein den Ligakonkurrenten Hessen Kassel. Bis dahin, sagt Görner, könnte sich die Personalsituation wieder verbessern.

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