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Rudi Völler erwartet „trotz der Minusgrade einen heißen Fight“ gegen Lokomotive Moskau.

Lverkusen

Endspiel im Eisschrank

Leverkusen-Sportchef Völler erwartet in Moskau einen „heißen Fight“ ums Überwintern.

Als die Leverkusener Spieler mit knapp einer Stunde Verspätung in Moskau eintrafen, empfing sie eine kalte, aber noch einigermaßen erträgliche Luft. Sie dürfte jedoch nur ein Vorgeschmack gewesen sein auf das, was Bayer beim 100. Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte erwarten wird: Ein Endspiel im Eisschrank. Denn für das mindestens für das Überwintern in der Europa League entscheidende Spiel bei Lokomotive Moskau am Dienstag (18.55 Uhr) werden bis zu zweistellige Minusgrade erwartet.

Für Rudi Völler ist die Kälte kein großes Problem. „Es ist ein Alles-oder-Nichts-Spiel. Deshalb erwarte ich trotz der Minusgrade einen heißen Fight“, sagte der Sportchef: „Ich finde die Kälte gar nicht so schlimm. Auf jeden Fall ist das keine Ausrede.“ Für die Zuschauer sei es „schlimmer als für die Spieler. Auf dem Platz muss man sich bewegen“. Der Weltmeister von 1990 erinnerte sich an ein Spiel im November 2007 bei Spartak Moskau (0:2): „Da haben wir bei minus 15 Grad gespielt. So schlimm wird es diesmal nicht. Deshalb: Alles halb so wild.“

Bayer mit Verletzungssorgen

Sich zu lange mit den äußeren Umständen aufhalten, dürfen sich beide Teams nicht erlauben. „Wir wissen, worum es geht“, sagte Völler: „Aber durch den den tollen Sieg gegen Atletico haben wir wieder alles in eigener Hand.“ Nach dem 2:1 gegen den zweimaligen Finalisten ist Leverkusen trotz des 1:2 im Hinspiel nun punktgleich mit Lok, liegt im Direktvergleich aber noch hinten. Heißt: Bei einem Sieg mit zwei Toren Unterschied oder einem Tor Differenz bei mindestens drei erzielten, ist Bayer das Überwintern in der Europa League sicher. Eventuell gibt es dann noch ein Endspiel um das Weiterkommen in der Champions League. Eine Niederlage würde dagegen vor dem letzten Spiel gegen Juventus Turin das komplette Aus bedeuten.

Und der Bundesliganeunte reiste mit Verletzungssorgen nach Russland. Kai Havertz und Mitchell Weiser sind verletzt, Nadiem Amiri ist gesperrt. Zudem ist der Einsatz von Julian Baumgartlinger fraglich. Doch auch darüber will Völler nicht groß nachdenken. „Ein paar Ausfälle im November haben andere auch. Das gehört dazu bei den vielen Englischen Wochen.“

Für den Neu-Nationalspieler Amiri wird, so der Leverkusener Trainer Peter Bosz, Leon Bailey spielen. Zudem dürfte der Fußballlehrer auch den beim 1:1-Unentschieden gegen den SC Freiburg am Samstag überragenden Youngster Moussa Diaby in die Startformation stellen. „Egal wer spielt, wir wissen, um was es geht. Es ist wieder relativ offen. Nichts ist unmöglich“, sagte der selbstbewusste Bayer-Torjäger Kevin Volland. (dpa/sid)

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