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EM 2021

Star vor DFB-Comeback: Jogi Löw macht Stürmer Hoffnungen

  • VonMirko Schmid
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Nach der WM 2018 sortierte Bundestrainer Joachim Löw Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels aus. Zumindest Müller darf sich nun wieder Hoffnungen auf die EM machen.

  • Bundestrainer Joachim Löw leitete nach der erfolglosen WM 2018 den personellen Umbruch bei der DFB-Elf ein.
  • Weltmeister wie Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller sind seither beim DFB außen vor. Im Jahr der EM 2021 macht Jogi Löw die Tür nun wieder ein Stück auf.
  • News zur EM 2021: Alles Wichtige zur Europameisterschaft im Überblick.

München/Frankfurt – Die Bilanz von Thomas Müller in der DFB-Elf liest sich beeindruckend. Der gebürtige Weilheimer, der im Alter von 20 Jahren für die deutsche Auswahl debütierte, kommt auf genau einhundert Länderspiele, 7375 Spielminuten, 38 Tore und 36 Torvorlagen. Er wurde Weltmeister, WM-Torschützenkönig und erreichte zwei Halbfinalspiele bei Europameisterschaften. Doch nach dem enttäuschenden Vorrundenaus bei der WM in Russland 2018 gehörte der Spieler des FC Bayern zu dem Kreis derjenigen, die von Bundestrainer Joachim Löw aussortiert wurden, um Platz für eine neue Generation zu schaffen.

EM 2021: Jogi Löw plant offenbar Stürmer-Comeback

Seither hat sich die junge Generation um Julian Brandt, Kai Havertz, Timo Werner und Serge Gnabry daran versucht, die Räume hinter den Spitzen ähnlich gut zu deuten wie der Weltmeister von 2014, besonders viel Erfolg verbuchen konnten sie bisher nicht. Und so werden die Stimmen immer lauter, die an (virtuellen) Stammtischen und in der Medien die Rückkehr des Goalgetters fordern, der zuletzt einen erheblichen Anteil am Aufschwung und der Titeljagd des FC Bayern unter Trainer Hansi Flick für sich verbuchen konnte.

Bundestrainer Joachim Löw. (Archivfoto)

Nur: Bisher hat Bundestrainer Jogi Löw einer Rückkehr seiner Altstars konsequent einen Riegel vorgeschoben und die Hand schützend über die Protagonisten seines Neuanfanges gehalten. Sein Motto: Ihnen gehört die Zukunft, das Vertrauen ist da, es ist nicht förderlich, ihnen alternde Weltmeister vor die Nase zu setzen.

Doch spätestens, so scheint es, seit der blamablen 0:6-Niederlage gegen Spanien im weithin belächelten Nations League-Wettbewerb schrillen beim DFB die Alarmglocken, Krisengipfel um Verbandspräsident Fritz Keller, DFB-Direktor Oliver Bierhoff und Trainerteam inklusive. Und Joachim Löw weicht nach und nach von seiner stilbildenden Konsequenz (die einige für Sturheit halten) ab und macht die Tür für seine bewährten Kräfte langsam wieder auf. Und gerade Thomas Müller ist es, der wohl am ehesten einen Fuß in den Spalt dieser Tür zur EM 2021 gestellt bekommt.

Nationalmannschaft: Jogi Löw öffnet Thomas Müller die Tür

Denn auf einmal, so klingt es in der Halbzeitpause des Spitzenspiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern, wandelt sich Joachim Löw, der konsequente Planer und Macher, wieder zu Jogi, dem Pragmatiker. Er nutzt die Corona-Pandemie als Steilpass für sein Gegenpressing und merkt an, dass „man“ es sich in einem Jahr, in dem „die Entwicklung“ bedingt durch eine „zehnmonatige Pause stehen geblieben“ sei, „natürlich“ überlegen müsse, die kommende Entwicklung dem derzeitigen Erfolg unterzuordnen.

Jogi Löw und Thomas Müller: Wird es noch was mit der letzten gemeinsamen EM?

Denn so eine EM, sagt Löw, das sei ja „ein ganz eigener“ Wettbewerb, da sei es „selbstverständlich unsere Aufgabe“, dass „die besten Spieler“ und „die beste Mannschaft“ mitgenommen werde. Und das alles, um „den größtmöglichen Erfolg“ zu garantieren. Im „Doppelpass“, der mehrstündigen, sonntäglichen Runde der ehemaligen Fußballstars und Journalisten, wird diese Aussage als klares Zeichen dafür gewertet, dass Thomas Müller die Tür, die ihm Jogi Löw damit geöffnet hat, nur noch mit weiterhin guter Leistung aufstoßen muss, um auf den EM-Zug aufzuspringen.

Doch damit nicht genug. Wenn, so Löw, „man solche Spieler jetzt zurückholt“, dann müssten diese auch „Verantwortung tragen“. Mehr noch: „Dann sind sie natürlich gesetzt.“ Und Müller selbst? Der, so sagt er, schaue „zuversichtlich in die nächsten Wochen und Monate“. „Natürlich“ werde er sich „voll auf die Leistungen beim FC Bayern“ konzentrieren. Und für das, was „danach kommt“, für das, so der Weltmeister, sei er „sicherlich offen“. (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © Ronny Hartmann/AFP

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