Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die WM-Pucks, gefertigt in Tschechien, liegen bereit. imago images
+
Die WM-Pucks, gefertigt in Tschechien, liegen bereit. imago images

Eishockey

Eishockey-WM: Viele Titelanwärter

  • Günter Klein
    VonGünter Klein
    schließen

Die Kräfteverhältnisse zwischen den Teams sind bei der Eishockey-WM sind so ausgeglichen wie selten zuvor.

So eine Eishockey-Weltmeisterschaft ist ja auch: Geselligkeit. Da muss man nur Rick Goldmann fragen, der seit 1996 als Spieler und 2008 als Experte meistens dabei war und noch immer ist. Bei seinem ersten Turnier in Wien nahm „Goldi“ das ganze Sightseeing-Programm mit und empfand das Hotel mit seinem Wellness-Bereich attraktiv wie einen Robinson-Club. Als Kommentator bei einer WM in Russland klinkte er sich für einen Abend aus dem Dienst aus und besuchte mit Kollegen das Wodka-Museum, Dort anzutreffen: die US-amerikanische Mannschaft, sie hatte anderntags ein Spiel. Oder wie Goldmann im Schnellimbiss eines eishallennahen Mall den Star der Kanadier sah, der eine fettige Familienpizza verdrückte – zwei Stunden später wurde die Scheibe eingeworfen.

Diese Erlebnisse werden entfallen. Die Journalisten erledigen ihre Arbeit vor allem „remote“, vor Ort gäbe es allerdings auch wenig zu sehen (außer den Spielen): Denn die Weltmeisterschaft 2021 findet in einer streng gehüteten „Bubble“ statt. Das Leben darin begann mit einer dreitägigen Isolation auf dem Hotelzimmer. Einzeln.

Bedingungen, die einige abgeschreckt oder die zumindest Überwindung gekostet haben – wie im Fall des deutschen Kapitäns Moritz Müller, der befand: „Es bedarf des Commitments jedes Spielers. Wir haben zu Hause zwei Kinder, meine Frau ist berufstätig – doch sie muss das wuppen, während ich weg bin.“ Die NHL liefert nicht so viele Spieler wie üblich, ihre Saison hatte erst im Januar begonnen, gerade ist die Hauptrunde zu Ende gegangen, ausgeschieden sind 15 der 31 Teams – aber eben die dieses Jahr schwächeren. In normalen Jahren war, als die WM begann, die erste Playoff-Runde rum und das Reisen nach Europa unkomplizierter. Die Top-Nationen konnten ständig Spieler nachholen. Morgens eingeflogen, abends auf dem Eis.

„Erwarte hohes Tempo“

Diesmal zählt mehr, wie sich eine Mannschaft aus sich heraus entwickelt – ohne weiteren personellen Input. Ob sie den Lagerkoller vermeidet. Kräfteverhältnisse können sich in diesem Ambiente verschieben. Erste WM- und Medaillenanwärter sind immer die großen Nationen Kanada, USA, Schweden, Finnland (der Titelverteidiger), Russland und Tschechien, doch im vergangenen Jahrzehnt stand die Schweiz zweimal im Finale, die Deutschen deuteten mit Olympiasilber in Südkorea an, dass sie aufschließen können. Alles ist etwas offener. „Ich könnte nicht sagen, wer in unserer Gruppe Favorit ist“, sagt Franz Reindl, der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). „Es ist eine Überraschungstüte, man weiß noch weniger als sonst.“

Sicher ist er sich darin, dass der Mangel an Ablenkung und die Konzentration auf das Spiel für das Niveau förderlich sein werden: „Ich erwarte hohes Tempo und viele Emotionen,“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare