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Einschwören aufs Saisonfinale

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Von: Jörg Moll

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Durch ein 4:2 gegen Stuttgart II können die Kickers noch Zweiter werden in der Regionalliga

Die Offenbacher Kickers haben sich mit dem spektakulären 4:2-Sieg beim VfB Stuttgart II, dem dritten Sieg in Folge, die Chance auf Platz zwei in der Fußball-Regionalliga Südwest bewahrt. Platz eins und damit der Aufstieg in die dritte Liga ist seit Samstag an die SV Elversberg (77 Punkte) vergeben, die nach dem 1:1 beim FSV Frankfurt am letzten Spieltag bei drei Zählern Vorsprung und der um 19 Tore besseren Tordifferenz vom SSV Ulm 1846 nicht mehr eingeholt werden kann. Die Kickers, die über die sozialen Netzwerke den Meister beglückwünschten, können die „Spatzen“ zum Saisonfinale noch überflügeln und die beste Platzierung seit 2015, als der OFC Meister wurde, erreichen. Dazu müssen sie den FSV Frankfurt besiegen – und Ulm darf gegen Stuttgart II nicht gewinnen.

Nach dem intensiven Spiel mit fünf Toren in der ersten Hälfte und zwei Platzverweisen für die Schwaben im zweiten Durchgang schworen die mitgereisten OFC-Fans ihr Team auf die letzten beiden Spiele an: das Derby am Samstag gegen den FSV Frankfurt, vor allem aber das Finale im Hessenpokal am 21. Mai (12.15 Uhr) in Gießen gegen den TSV Steinbach Haiger. „Ich hoffe, dass wir den Pokal nach Hause bringen“, sagte Kickers-Trainer Sreto Ristic mit Blick auf die Fans, denen er „ein Riesenkompliment“ aussprach: „Wir wollen in den letzten beiden Spielen den Zusammenhalt weiter vertiefen.“

In Stuttgart hatte Ristic gegenüber dem 1:0 gegen Sonnenhof Großaspach zwei Änderungen in der Startelf vorgenommen. Für Osarenren Okungbowa (Bank) begann Florent Bojaj, für den gelbgesperrten Philipp Hosiner stürmte Dejan Bozic.

Deniz trifft doppelt

Keine 40 Sekunden waren vergangen, da führten die Kickers auch schon. Rechtsverteidiger Paul Milde hatte den Ball wunderbar in den linken Winkel geschlenzt. Es war der Auftakt eines wilden Schlagabtauschs mit fünf Toren in 35 Minuten und einer Vielzahl an weiteren Torchancen auf beiden Seiten, der die Zuschauer begeisterte, Bozic allerdings nur bedingt. „Zwei Gegentore sind nicht so geil. Das ist eigentlich nicht unser Spiel, wir stehen lieber kompakt“, räumte der Mittelstürmer ein. Der 29-Jährige muss sich seit Samstag die Auszeichnung als bester OFC-Schütze der Saison (12 Tore) mit Tunay Deniz teilen. Der Mittelfeldstratege war in Hälfte eins per Kopf erfolgreich (10. Spielminute). In der Nachspielzeit verwandelte er einen Handelfmeter zum 4:2-Endstand.

Das zwischenzeitliche 3:1 hatte Davud Tuma erzielt. Der Linksaußen war für den mit Adduktorenproblemen in der 21. Minute ausgeschiedenen Rafael Garcia gekommen. „Ich hoffe, dass es nichts Schlimmeres ist“, sagte Ristic. Garcias Verletzung war der einzige Wermutstropfen in einem Spiel, in dem der OFC in Halbzeit zwei kompakter stand, verdient gewann und von den Fans dann aufs Saisonfinale eingeschworen wurde.

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