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Casper Stornes will es in Frankfurt wissen.
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Casper Stornes will es in Frankfurt wissen.

Triathlon mit weniger Atmosphäre

Einlauf fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit

  • VonKatja Sturm
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Der Ironman in Frankfurt muss wegen Corona ohne Topstars, Profi-Frauen und mit wenigen Fans auskommen.

Auch im Lager der Ironman-Organisatoren herrschte bis vor Kurzem noch Unsicherheit, ob die European Championship in Frankfurt in diesem Jahr würde stattfinden können. Die vergangene Auflage des Ereignisses war der Coronavirus-Krise zum Opfer gefallen. Vom für 2021 ursprünglich angepeilten Termin im Juni war man bereits auf den 15. August ausgewichen.

Jetzt, da dieser unmittelbar bevorsteht, stellen Veranstalter wie Sportler ihre Vorfreude in den Vordergrund. „Es ist das erste deutsche Rennen seit Juli 2019“, sagt Oliver Schiek, der hierzulande für den Langstreckentriathlon unter dem populären Markennamen verantwortlich zeichnet. Der scheidende Frankfurter Sportdezernent Markus Frank (CDU) betont, man strahle damit ein ganz besonderes und positives Signal in die Welt aus.

So wie gewohnt wird das Ereignis jedoch nicht werden. Das fängt mit der Besetzung an. Durch das Heranrücken an die Weltmeisterschaft am 9. Oktober auf Hawaii fehlen die ganz großen Namen auf der Liste. „Wer in Kona siegen will, der wird acht Wochen vorher nicht noch einen Ironman bestreiten“, sagt Schiek. Zu knapp bemessen wäre die notwendige Regenerationszeit.

In Abwesenheit von Stars wie WM- und EM-Titelträger Jan Frodeno oder Patrick Lange, der 2017 und 2018 schon beim wichtigsten Ironman-Event, aber noch nie in seiner Heimat Hessen die Krone aufgesetzt bekam, zählen der Schwede Patrik Nilsson, Zweiter von 2018, und der Drittplatzierte von 2019, Franz Löschke, zu den Favoriten. Da im vergangenen Jahr keine Rennen stattfanden, „weiß man nicht, wie die anderen sich entwickelt haben“, sagt der Potsdamer.

Vergebens suchen wird man beim Schwimmen im Langener Waldsee über 3,8 Kilometer, auf der 185 Kilometer langen Radstrecke oder beim finalen Marathonlauf Profi-Frauen. Die Ironman-Verantwortlichen treiben die schon vor ein paar Jahren in Angriff genommene Geschlechtertrennung weiter voran. Die Intention dabei ist es laut Schiek, jedem seine eigene Plattform zu geben. Die der Frauen befindet sich an diesem Wochenende im finnischen Kuopio.

Die Gesamtzahl der Teilnehmer, darunter mehrheitlich Altersklassenathleten, wurde einem umfassenden, der Pandemie geschuldeten Hygienekonzept gemäß, um mehr als die Hälfte auf 1500 reduziert. Auch die Zuschauerzahlen sind stark begrenzt. Am Langener Waldsee, wo morgens um 6.25 Uhr der erste Startschuss fällt, dürfen bis zu 3000 Angehörige zusehen, wie sich die Dreikämpfer ins Wasser stürzen. Andere Fans als diese akkreditierten bleiben ausgesperrt; das gesamte Areal ist das ganze Wochenende über für Badegäste geschlossen.

Auf dem Römerberg, wo der erste Finisher um 14.15 Uhr erwartet wird, wird eine Tribüne für maximal 300 Personen stehen, auf der ebenfalls nur Registrierte sitzen dürfen. Entlang der Strecke darf jedermann und -frau den Ausdauerathleten zujubeln. Eine „mittlere dreistellige Zahl“ an Polizisten sowie 2000 Helfer sorgen dafür, dass die Abstandsregeln eingehalten werden. Dafür wurden auch bekannte Stimmungsnester wie jenes in Bad Vilbel gestrichen und die Strecke entsprechend verändert.

Kienle moderiert für HR

„Unser Fokus wird in diesem Jahr nicht auf Rekorden liegen, sondern darauf, ein möglichst perfektes Rennen hinzubekommen“, sagt Schiek. Der dreimalige Frankfurt-Sieger Sebastian Kienle, der die Live-Übertragung im Hessenfernsehen mitmoderieren wird, traut dem Norweger Casper Stornes dennoch eine neue Streckenbestzeit zu. Auch andere wollen die Gelegenheit nutzen, auf der großen Bühne Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Der Freiburger Maurice Clavel, einer der aussichtsreichen Frankfurt-Rookies, hat versprochen, seinen Einteiler zu zerreißen, sollte er nach einem „hoffentlich stabilen Rennen“ auf einem Podestplatz liegend in den Zielkanal einlaufen. Ein solches Bild, findet der 33-Jährige, habe es schon zu lange nicht mehr gegeben.

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