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Ein großes Herz für die Eintracht

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Von: Harald Stenger

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Seit vielen Jahre eine treue Unterstützerin des Schlappekickers: Anna Maria Spang, mit Harald Stenegr. Foto: Rolf Oeser
Seit vielen Jahre eine treue Unterstützerin des Schlappekickers: Anna Maria Spang, mit Harald Stenegr. © Rolf Oeser

Es gibt viele treue Unterstützer des Schlappekickers, Anna Maria Spang ist eine, die jeden Monat zehn Euro gibt.

„Mir imponiert an der Schlappekicker-Aktion, dass sie nicht nur in Not geratene Sportlerinnen und Sportler unterstützt, sondern auch Projekte von Vereinen und Initiativen, die gesellschaftlich wichtig sind!“ Es ist der erste Satz, der Anna Maria Spang über die Lippen geht, als die Ur-Frankfurterin in einem gemütlichen Bistro an der Bockenheimer Warte ins Plaudern gerät. Der Grund für die Einladung der in Höchst geborenen und heute in Kriftel lebenden Rentnerin, die vor über 20 Jahren das erste Mal die FR las und heute die Zeitung abonniert hat, ist ihre besondere Rolle als Spenderin der Schlappekicker-Sammlung. Denn sie überweist seit knapp drei Jahren immer am Ende des Monats einem Betrag von zehn Euro – deshalb stand sie in diesem Jahr auch am Anfang der Spendenliste Nummer 1, mit einer Summe von 100 Euro für zehn Überweisungen à zehn Euro von Januar bis Oktober.

„Nicht dümmer an der Uni“

„Mir passt es von meinen finanziellen Möglichkeiten eher, einmal im Monat einen kleinen Beitrag zu spenden als am Ende des Jahres einen größere Summe“, sagt sie bescheiden und freundlich. Nicht nur die Schlappekicker-Aktion profitiert von ihrer Hilfsbereitschaft. Die 67 Jahre alte Rentnerin engagiert sich auf ihre Weise mit regelmäßigen Überweisungen für soziale Zwecke, etwa für den Naturschutz.

Die Berichterstattung im FR-Sport über die Schlappekicker-Spenden und Aktivitäten verfolgt sie genau. Ihre Meinung: „Ich finde es toll, dass unbekannte Spenderinnen und Spender mit kleinen Beträgen ebenso wie prominente Personen oder bekannte Vereine mit größeren Summen bei der alljährlichen Sammlung vor Weihnachten dabei sind. Und positiv finde ich auch, dass transparent von der FR darüber berichtet wird, was mit den Spenden passiert, und man sieht, wo das Geld ankommt.“

So sind ihr aus diesem Jahr besonders die Reportagen über die Ukraine-Hilfsprojekte von TuS Makkabi und SV Grün-Weiss Bornheim, aber auch die Umwelt-Reportage über TuS Nassau Beilstein in guter Erinnerung geblieben. Das sind ihre Themen, die sie besonders interessierten. Und natürlich hat sie ein großes Herz für die Eintracht, deren beachtliche Entwicklung sie lobt. Einschränkend fügt sie allerdings hinzu: „Ich bin zwar seit langem Eintracht-Anhängerin, war aber noch nie im Stadion.“ Über den Fußball hinaus interessiert sie sich außerdem für andere Mannschafts-Sportarten wie Handball oder Eishockey. Generell stuft sie sich als „neugierig“ ein.

Das hat auch dazu geführt, dass sie seit dem Frühjahr 2020 an der Universität des dritten Lebensalters studiert: Geschichte und Naturwissenschaft. Anfangs waren durch die Corona-Einschränkungen nur online-Vorlesungen möglich. Inzwischen fährt sie dreimal pro Woche mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Kriftel nach Bockenheim zum Präsenz-Unterricht. „Man wird an der Uni nicht dümmer“, erzählt sie lächelnd.

Am Ende des Treffens fragt Anna Maria Spang ganz vorsichtig, ob schon feststeht, wer denn Gewinner des Schlappekicker-Preises 2022 ist. Das wird natürlich noch nicht verraten. Aber sie wird dabei sein im Kaisersaal des Römers bei der Siegerehrung und kann sich jetzt schon darauf freuen, dass es eine Überraschung gibt. (ger)

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