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„Ein extremes Spiel“

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Von: Katja Sturm

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Finale Freuden: Barbara Dunst feiert den Siegtreffer. imago images
Finale Freuden: Barbara Dunst feiert den Siegtreffer. imago images © IMAGO/Sports Press Photo

Eintracht-Fußballerinnen müssen für den Sieg gegen Leverkusen bis zum Schluss kämpfen

Glücksgefühle mischten sich bei Barbara Dunst mit großer Erleichterung. Der österreichischen Fußball-Nationalspielerin war an diesem Nachmittag im Stadion am Brentanobad durchaus bewusst, dass die Frankfurter Eintracht es ihrem Treffer in der 85. Minute zu verdanken hatte, dass der Bundesligist im Kampf um die Champions-League-Plätze weiterhin noch eine größere Rolle spielt. Gegen Bayer Leverkusen lagen die Hausherrinnen vor 1500 Zuschauern nach einem Führungstor von Annika Enderle für die Gäste bereits zurück, bevor, bei einem Versuch von Sandrine Mauron, ein Eigentor von Sophia Fröhlich (57.) und eben Dunsts erfolgreicher Schuss ins untere Eck doch noch einen 2:1 (0:0)-Erfolg der Adlerträgerinnen in der Partie sicherstellten.

„Das war schon ein extremes Spiel“, sagte die Matchwinnerin. „Wir haben bis zur letzten Minute gekämpft. Darauf bin ich so stolz.“ Durch die drei Punkte bleiben die jetzt auf dem vierten Platz liegenden Hessinnen an Potsdam dran, das sich einen Tag zuvor beim Fünften TSG Hoffenheim mit 2:1 durchgesetzt hatte. Nach einem spielfreien Wochenende kommt es am 7. Mai in Brandenburg zu einem direkten Aufeinandertreffen der beiden langjährigen Erzrivalen. Bei drei Zählern Vorsprung der Gastgeberinnnen könnte dann an diesem vorletzten Spieltag bereits eine Entscheidung über das dritte und letzte Ticket für die Königsklasse fallen.

Eintracht-Trainer Niko Arnautis musste gegen Leverkusen unter anderem auf die Corona-positiv getestete Laura Freigang und die erkrankte Verena Hanshaw verzichten. Erstmals nach ihrem Kreuzbandriss im Pokalfinale 2021 stand Kapitänin Tanja Pawollek wieder in der Startformation. Richtig ins Rollen kamen die Frankfurterinnen anfangs nicht; im Abschluss mangelte es ihnen erneut an der nötigen Konsequenz. „Man muss bedenken, dass jetzt in der Endphase der Saison die Köpfe eine Rolle spielen“, sagte Trainer Niko Arnautis entschuldigend. Die Gegnerinnen hielten zudem ständig dagegen, sodass sich eine hart umkämpfte Partie entwickelte. „Wir haben angesprochen, dass wir heute über unsere Grenzen gehen müssen“, fuhr Arnautis mit Blick auf die nicht einfache Personallage fort. Das habe sich nach der Pause ausgezahlt, aus der die Eintracht mit hoher Aggressivität zurückkehrte. „Da hatten wir eine andere Mentalität und Körpersprache.“ Das half, den Schock den Gegentreffers zu verdauen und die Regie auf dem Rasen zu übernehmen.

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