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Gefrustet in Mailand: Jalen Reynolds (links) und Vladimir Lucic (vorne).
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Gefrustet in Mailand: Jalen Reynolds (links) und Vladimir Lucic (vorne).

Das Drama von Mailand

Die Trauer soll dem Stolz weichen

  • VonPatrick Reichelt
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Bayern-Basketballer scheitern knapp in der EuroLeague - zwei Titel sind aber noch drin

Wahrscheinlich musste diese Saison in Europa für die Basketballer des FC Bayern so enden. Immerhin hatte alles mit einer dramatischen Niederlage gegen Olimpia Mailand begonnen. Und nun endete sie also auch mit einem Drama, einer 89:92-Niederlage gegen die Lombarden. Die Protagonisten selbst haderten erst einmal: Wo hatte man ihn nur liegen gelassen, den so greifbar nahen noch größeren Wurf? Eine sinnvolle Antwort wollte niemandem einfallen. So wie Paul Zipser, der murrte: „Das ist bitter.“

Da half auch der Zuspruch aus der Heimat nur bedingt. Der von Klubchef Herbert Hainer zum Beispiel, der übermittelte, wie „wahnsinnig stolz“ er sei. „Stolz auf das, was das Team in dieser anspruchsvollen Saison geleistet hat, es wurden alle Erwartungen übertroffen. Diese begeisternde Euroleague-Reise war ein Meilenstein für unseren Verein“ Geschäftsführer Marko Pesic war derweil sogar stolz darauf, dass „die Mannschaft uns gestattet hat, diese Gefühle mitzuerleben.“

Zur Erinnerung: Gerade einmal ein Jahr ist es her , seit die Bayern in der EuroLeague vor allem Prügelknaben waren. Als die Pandemie der Saison ein Ende setzte, war man Vorletzter. Und nun? Sammelten die Münchner auf der nun zu Ende gegangenen Reise 23 Siege in 39 Partien ein, werden als fünftbestes Team Europas in die Geschichte dieses Jahres eingehen.

Klar, der Euro-Kater wird bald verflogen sein. Center-Ass Jalen Reynolds mahnte schon am Abend des Ausscheidens, man müsse die Niederlage bald hinter sich lassen und „auf das schauen, was noch vor uns liegt.“ Zwei Titelentscheidungen in der Heimat mit dem Pokal-Top4 und den BBL-Playoffs, in denen man die Rekordsaison in der EuroLeague zu gerne mit der ein oder anderen Trophäe veredeln möchte.

Und dann? Viele Bayern wie die Spielmacher Wade Baldwin und Zan Mark Sisko oder auch der derzeit verletzte Nick Weiler-Babb sind noch jung und nun um viele wertvolle Erfahrungen weiter. Doch kann Trainer Andrea Trinchieri sein Ensemble der Drama-Spezialisten weiter entwickeln? Wenn er denn überhaupt selbst an Bord bleibt.

Lockrufe für die Leistungsträger werden kommen. Da macht sich auch Kaderplaner Daniele Baiesi keine Illusionen. Gerade bei Baldwin klingt der Sportchef nicht nach überbordendem Optimismus: „Ich denke nicht, dass das in unseren Händen liegt.“

Wobei die Bayern sicherlich auch selbst versuchen werden, mit Blick auf die nächste Spielzeit nachzujustieren. So fehlte der Mannschaft nicht zuletzt auch in Mailand zumindest ein stabiler Distanzschütze. Über die ganze Saison hinweg, sammelten die Spieler um Co-Kapitän Vladimir Lucic 281 Dreier ein, so wenige wie kein anderes Team in der Königsklasse.

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