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Bedröppelt: Quantez Robertson und Rasheed Moore.
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Bedröppelt: Quantez Robertson und Rasheed Moore.

Basketball-Bundesliga

Die Skyliners gehen am Stock

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Frankfurter Basketballer kassieren gen den Mitteldeutschen BSC die nächste Klatsche und verlieren Center Matt Haarms.

Schlimmer kann es doch eigentlich nicht mehr werden. Diesen Satz hat Diego Ocampo, seit er in Frankfurt ist, aus seinem Sprachgebrauch gestrichen. Der Cheftrainer der Frankfurt Skyliners stand am Sonntag nach der 68:89-Klatsche vor 1250 Fans gegen den Mitteldeutschen BC bedröppelt in der Ballsporthalle. Es war ein Offenbarungseid seiner Mannschaft, deren gesamtes Spiel, offensiv wie defensiv, durch den Ausfall ihres Point Guards Will Cherry wie ein Kartenhaus zusammengebrochen ist. Die Skyliners sind komplett verunsichert und in dieser Verfassung Abstiegskandidat Nummer eins in der Basketball-Bundesliga (BBL).

Schon am Mittwoch in Ludwigsburg waren die Hessen 67:95 abgewatscht worden und hatten sich 34 Ballverluste geleistet. Auch gegen den MBC endeten die ersten vier Angriffe mit Ballverlusten. Und nach vier Minuten lag ihr Center Matt Haarms mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden. Nach einem erfolgreichen Block, war der 2,21-Meter große Niederländer auf dem Fuß seines Gegenspielers gelandet und umgeknickt. Eine Kernspintomografie soll nun Aufschluss darüber geben, ob etwas gezerrt, gerissen oder gar gebrochen ist. Quantez Robertson, der am Donnerstag 37 Jahre alt geworden ist, war nach einer ähnlichen Szene sieben Wochen ausgefallen.

„Für die Spieler war das hart, denn in den Köpfen war sofort: Der nächste.“ Denn neben Cherry, fehlten auch Donovan Donaldson (Leistenprobleme) und weiterhin auch Brancou Badio. Der Senegalese war im Zusammenspiel mit Cherry der einzige, der als Spielmacher einigermaßen das Team lenken konnte. Weder Quantez Robertson und schon gar nicht Lukas Wank, sind dazu in der Lage. Ob Badio (Muskelfaserriss) bis zur nächsten Partie am kommenden Montag gegen die Chemnitz 99ers wieder fit ist, ist unklar. „Wir hoffen, dass er unser Weihnachtsgeschenk ist“, sagte Ocampo. Cherry (ebenfalls Muskelfaserriss) könnte also frühestens am 2. Januar im Hessenderby gegen Gießen sein Comeback geben. Gegen Aufsteiger Heidelberg (30. Dezember) zu Hause wird er aller Voraussicht nach fehlen.

Dabei waren und sind die Partie gegen den MBC und die kommenden drei Spiele wegweisend für die Skyliners. Doch selbst mit Badio sind die Frankfurter Korbjäger immer Außenseiter. Ständig muss Ocampo die Rollen im Team verändern, geschmiedete Pläne umschmeißen. So hatte er unter der Woche Neuzugang Jamel McLean, der nach drei Wochen Verletzungspause endlich spielen konnte, auf der Position des großen Flügenspielers vorgesehen. Mit der Verletzung von Haarms, waren diese Pläne hinfällig. Der 33-jährige 2,02-Meter-Mann musste als Center ran und hat zumindest offensiv gezeigt, dass er Qualitäten hat. Defensiv war er aufgrund seiner körperlichen Defizite wie das gesamte Team nicht auf der Höhe. Nach dem 12:0-Lauf kurz vor der Pause zum 42:25 der Gäste aus Weißenfels, „war das Spiel vorbei“, sagte Ocampo. Len Schoormann war mit 22 Punkten bester Schütze. Er traf zwei der nur drei Frankfurter Dreier.

Durch die ständigen Veränderungen im Kader hat die Mannschaft einfach keine Balance. Die Frage ist, wie die Skyliners in den kommenden Wochen überhaupt Spiele gewinnen wollen. Selbst wenn Badio und Cherry zurückkommen, werden sie nicht sofort funktionieren. Ohne Cherry oder einen weiteren Spielmacher auf ähnlichem Niveau wird für die Skyliners jede Partie eine Herkulesaufgabe. Sie haben auch nur noch eine Lizenz, um einen Spieler nachzuverpflichten. Das einzig Gute im Moment ist, dass die Konkurrenz im Abstiegskampf auch ihre Spiele verliert. Dass das immer so weitergeht, darauf dürfen sich die Skyliners, die auf Platz 17 stehen, nicht verlassen.

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