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Die Skyliners gehen K.o.

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Von: Timur Tinç

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Außer Form: Skyliners Quantez Robertson.
Außer Form_ Skyliners Quantez Robertson. Foto:Imago Images © imago

Die Frankfurter Basketballer verspielen stolze 21 Punkte in Heidelberg und verlieren in letzter Sekunde.

Nach drei Niederlagen aus den ersten drei Spielen in der Basketball-Bundesliga (BBL) schwebt schon wieder eine dicke, schwarze Wolke über den Frankfurt Skyliners. Am Samstag haben die Frankfurter Korbjäger eine 21-Punkte-Führung in Heidelberg aus der Hand gegeben und sind mit einem Buzzer-Beater buchstäblich in letzter Sekunde mit 90:93 (54:43) K.o. gegangen. „Du kannst ein Spiel verlieren, nachdem du mit 20 Punkten geführt hast. Das steht außer Frage. Aber wie wir dieses Spiel aus der Hand gegeben haben, ist enttäuschend“, sagte Trainer Geert Hammink.

Wie schon in Bayreuth am ersten Spieltag hatten die Skyliners die Partie über weite Strecken kontrolliert, 39 Minuten lang geführt und am Ende das Spiel doch noch aus der Hand gegeben. Neben eigener Unzulänglichkeit, häufigen Ballverlusten (18) und zu vielen zugelassenen Offensivrebounds (17), gab es einen weiteren gravierenden Unterschied in den beiden Partien gegen direkte Konkurrenz um den Klassenerhalt: Der Gegner hatte jeweils einen überragenden Einzelkönner auf den Guard-Positionen, den die Skyliners nicht haben. Brandon Childress erzielte für Bayreuth 30 Punkte, Washington 26 Zähler für Heidelberg.

Neue Kräfte gefordert

Der Frankfurter Spielmacher J. J. Frazier hatte sich sowohl im Spiel gegen Bayreuth als auch gegen Heidelberg selbst früh in Schwierigkeiten gebracht und foulte sich am Samstag aus dem Spiel. Außerdem traf er zu selten, in Heidelberg waren es sieben Punkte. Sein Ersatz, Joshua Obiesie (14 Zähler), ist mit 22 Jahren noch sehr jung und trifft nicht immer die besten Entscheidungen.

Shooting Guard Laurynas Beliauskas (11) hatte beim Stand von 90:90 die Chance, das Spiel für die Skyliners zu gewinnen, nahm aber den Wurf viel zu früh, so dass der Ball nicht einmal Netz oder Glas berührte, sondern im Aus landete. Das gab Heidelberg einen allerletzten Angriff, den Washington mit einem Dreier nutzte.

Besonders enttäuschend war der Auftritt von Urgestein Quantez Robertson. In 19 Minuten gelang ihm kein einziger Punkt, auch in Bayreuth war er leer ausgegangen. Außerdem spielt der bislang konstanteste Spieler, Center Martinas Geben, zu viele Minuten. In Heidelberg waren es 30, am Ende fehlten ihm die Körner.

Spielerisch sind die Skyliners deutlich besser als im vergangenen Jahr. Aber die Ergebnisse sind die gleichen. Damals kassierten die Skyliners fünf Pleiten, ehe sie personell reagierten. „Sowas wie letztes Jahr will ich nicht nochmal erleben“, sagte Kapitän Lukas Wank hinterher. Deshalb müssen die Verantwortlichen jetzt reagieren und einen weiteren Guard holen, der in solchen Spielen wie am Samstag den Sack zumachen kann.

Ausreichend Zeit wäre bis zur nächsten Partie beim Mitteldeutschen BC am 22. Oktober, erneut ein direkter Konkurrent. Ein Spiel, das die Skyliners gewinnen sollten. Sonst würde die dunkle Wolke größer werden.

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