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Die Reihen lichten sich bei den Frankfurter Löwen

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Von: Markus Katzenbach

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Handgemenge in der Eissporthalle.
Handgemenge in der Eissporthalle. © IMAGO/Beautiful Sports

Löwen holen Punkt gegen Ingolstadt, haben aber viele Verletzte und holen bald Verstärkung.

Die schlechte Nachricht gab es schon vor dem ersten Bully, wieder einmal. Brett Breitkreuz‘ Name fand sich nicht auf dem Spielberichtsbogen, und die Erklärung aus der Pressestelle der Löwen Frankfurt verhieß nach jüngsten leidigen Erfahrungen nichts Gutes. Der Publikumsliebling werde „auf unbestimmte Zeit“ fehlen, hieß es – was bei den Sturmkollegen Brendan Ranford und Rylan Schwartz kürzlich ähnlich klang, die beide wohl eher erst gegen Ende des Kalenderjahres aufs Eis zurückkehren können. Bei Breitkreuz besteht etwas mehr Hoffnung auf raschere Genesung.

Den Besuch des ERC Ingolstadt am Sonntagabend jedenfalls konnte er nur als einer von 5072 Zuschauern von der Tribüne aus beobachten. Umso bemerkenswerter, dass der Aufsteiger in die erste Klasse des deutschen Eishockeys dabei immerhin einen Punkt unter schwierigen Umständen erkämpfte, mit einem 2:3 (2:1, 0:1, 0:0/0:1) nach Verlängerung, gegen eines der besten Teams der DEL.

„Das waren zwei Top-Mannschaften, am Ende hat ein Millimeter gefehlt. Leider haben wir das entscheidende Tor kassiert“, haderte der junge Stürmer Magnus Eisenmenger, der in der Not umso mehr arbeiten musste: „Es war sehr anstrengend, aber das mache ich gerne. Wir haben gerade viele Verletzte, aber das ist keine Entschuldigung.“

Durch die ersten Saisonwochen waren die Löwen besser gekommen als manch anderer Verein, innerhalb einer guten Woche aber hat es sie nun heftig getroffen: Drei ihrer sechs besten Scorer haben sich längerfristig verletzt, mit Ranford, Schwartz und Breitkreuz, den es am Freitagabend beim vor allem Torhüter Jake Hildebrand zu verdankenden 2:1 nach Penaltyschießen bei Champions-League-Teilnehmer Wolfsburg erwischt hatte. Ersatz immerhin ist in Sicht: Schon nach der Deutschland-Cup-Pause dürfte mit Jerry D’Amigo ein auch in der DEL erfahrener Stürmer hinzustoßen.

Fürs Erste lichteten sich die Reihen weiter: Schon Mitte des ersten Drittels verabschiedete sich Nathan Burns in die Kabine, nach einem ungeahndeten Check gegen den Kopf – und Headcoach Gerry Fleming musste zusehen, wie er seine übrigen Angreifer für den Rest der Partie immer wieder neu sortierte, in einem Duell des Tabellenfünfter gegen den Zweiten, das intensives Eishockey mit hohem Unterhaltungswert bot.

Einen Punkt haben sie erkämpft, den 30. aus jetzt 18 Partien, aller Ehren wert für einen Aufsteiger. Der nun, da die Nationalmannschaft zum Deutschland-Cup lädt, die Liga ruht und erst am 18. November in Düsseldorf den nächsten Löwen-Termin vorsieht, eine wohlverdiente Pause erhält. Zum Durchschnaufen, Verletzungen auskurieren. Und Warten auf Verstärkung.

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