Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Skeptisch hinter der Bande: Franz-David Fritzmeier.
+
Skeptisch hinter der Bande: Franz-David Fritzmeier.

Löwen Frankfurt

Die nächste Notbremsung

  • vonMarkus Katzenbach
    schließen

Wieder fallen Spiele des Eishockey-Zweitligisten Löwen Frankfurt wegen Corona-Fällen aus: „Jetzt wird es knackig.“

Den Dienstagabend hätte Franz-David Fritzmeier eigentlich gerne in Bayreuth verbracht, hinter der Bande. Schließlich waren der neuerdings auch als Trainer eingesprungene Sportdirektor und seine Frankfurter Löwen gerade erst aus der Quarantäne heraus und voller Tatendrang zurück auf dem Eis, da wurden sie schon wieder von Corona ausgebremst. Nachdem ein positiver Schnelltest den Verdachtsfall bei einem namentlich nicht genannten Spieler des Eishockey-Zweitligisten bestätigt hatte, musste die Partie bei den Bayreuth Tigers verschoben werden, wie es die Richtlinien der DEL 2 vorsehen. „Sehr schade“, bedauerte Fritzmeier, denn: „Wir wären richtig bereit gewesen.“

Bei der einen Spielabsage wird es kaum bleiben, den Löwen steht die nächste größere Zwangspause bevor. Dabei waren nach einer Covid-19-Diagnose bei Coach Marko Raita schon die letzten beiden Partien des alten sowie die erste des neuen Jahres abgesagt worden. Sechs Tage hatten sich die Löwen in Quarantäne begeben, erst einmal freiwillig, aber schon in Abstimmung mit dem Frankfurter Gesundheitsamt. Beim gesamten Team wurden zudem PCR-Tests vorgenommen, mit zwei positiven Ergebnissen: bei Stürmer Martin Buchwieser und Christian Obu, die daraufhin in Quarantäne verbleiben mussten. Der Rest durfte am Samstag das Training wieder aufnehmen, in der Vorbereitung auf den Neustart in einem eigentlich vollgepackten Januar – um nun, nach der erneuten Corona-Diagnose, die nächste Notbremsung vorzunehmen.

Listen mit den am Training Beteiligten mussten an das Gesundheitsamt geschickt werden, die Betroffenen wieder in Quarantäne, noch ohne Befristung. Sollte nun eine kollektive Auszeit von zehn bis 14 Tagen verordnet werden, würde das neben der Partie in Bayreuth auch jene am Freitag in Crimmitschau sowie das Nachholspiel am kommenden Dienstag gegen Bietigheim betreffen, möglicherweise obendrein die Termine am Wochenende darauf in Bad Tölz und gegen den EC Bad Nauheim – den Nachbarn, der aus Corona-Gründen gerade auch außer Gefecht gesetzt ist.

Warten und Videoanalysen

Die Absagen ziehen sich durch die gesamte Liga, die Löwen aber hat es inzwischen besonders heftig erwischt. „Wir waren vorher schon drei, vier Spiele hintendran“, erinnert Fritzmeier. „Jetzt wird es richtig knackig.“ Und der Kalender mit gegebenenfalls weiteren Nachholterminen richtig voll. „Nicht optimal“ findet das der Sportdirektor, ebenso wie die Auswirkungen auf den Übungsbetrieb: Eine neuerliche Zwangspause macht auch die Ausbesserungsarbeiten in seinem neuen Zweitjob als Trainer nicht einfacher.

Am 19. Dezember, am Morgen nach dem desaströsen 0:7 bei den Kassel Huskies als Tiefpunkt einer bedenklichen Entwicklung, hatte sich der Klub von Coach Olli Salo getrennt, das war unumgänglich. Fritzmeier übernahm auch diesen Posten und leitete prompt einen Aufwärtstrend ein. Mit drei Siegen in Serie zwischen dem 20. und 26. Dezember, und mit gesteigerten Leistungen.

„Wir haben an ein paar Schrauben gedreht, und die Mannschaft hat sehr gut mitgezogen“, so Fritzmeier. Die erste Quarantäne nutzte er, um sich noch tiefer in die Traineraufgaben einzuarbeiten. Was er nun gerne hinter der Bande umgesetzt hätte. Stattdessen ist wohl noch mehr Zeit für Videostudien und Telefonanalysen mit den Kollegen. „Wir waren richtig drin. Aber was willst du machen? Wir haben das nun einmal in der Welt“, sagt Fritzmeier: „Damit müssen wir umgehen und versuchen, das Beste daraus zu machen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare