Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Runter vom Eis. Eishockeyspieler aus München.
+
Runter vom Eis. Eishockeyspieler aus München.

Deutsche Eishockey-Liga

Die Masseninfektion von München

  • Günter Klein
    VonGünter Klein
    schließen

Die allermeisten Corona-Infizierten beim Eishockeyklub EHC München sind doppelt geimpft, die Sicherheit, die eine 2G- oder 3Gplus-Regelung vermittelt, kann trügerisch sein.

Dr. Lutz Graumann aus Rosenheim ist Sportmediziner und in die Problematik von Corona und Eishockey gut eingearbeitet. Den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) beriet er in dieser Causa. Der Fall EHC München die Szene mit aller Wucht. Inzwischen 16 Spieler und sechs Mitglieder des Trainer- und Betreuerteams wurden positiv getestet, der Spielbetrieb des Spitzenklubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) liegt gerade auf Eis, auch die Freitagspartie gegen Bietigheim wurde verlegt.

Was den Ausbruch in München so speziell macht: Alle zunächst 18 Betroffenen waren geimpft, nach Angaben des Vereins 16 Mann vollständig. Für Graumann wäre es nun interessant zu erfahren, welche Impfstoffe in München zum Einsatz kamen. „In der Sportszene wird häufig Johnson & Johnson verimpft, das aber nicht so wirksam ist. Auch Biontech Pfizer hat seine Schwächen.“ Untersuchungen aus der Schweiz würden zeigen, dass Moderna den besten Schutz vor einer Infektion gewähre. Die Münchner Erfahrungen könnten nützlich für die gesamte Liga sein, von der er sich wünscht, dass sie zumindest vor Saisonbeginn Antikörpertests bei den Spielern vornimmt, um zu wissen, wie gut der Schutz ist. „Da haben wir noch eine Datenlücke.“

Die Masseninfektion beim EHC würde zeigen, „dass die Sicherheit, die eine 2G- oder 3Gplus-Regelung vermittelt, trügerisch sein kann“. Man müsse weiter an Abstand und die Hygieneprinzipien denken – denn wie leicht ist vielleicht aus dem häuslichen Umfeld das Virus mit in die Kabine transportiert? Graumann hält München trotzdem für einen „Einzelfall“ in der Eishockey-Landschaft und erwartet, dass es aufgrund der Impfung nicht zu schweren Verläufen kommen wird.

Wie es beim EHC München weitergeht? Das liegt beim Münchner Gesundheitsamt. Das teilt mit: „Für die positiv getesteten Personen dauert die Isolation 14 Tage mit einer Freitestung mittels Antigen-Schnelltest oder PCR-Test frühestens am Tag 14.“ Ausnahme: Wer „vollständig geimpft und asymptomatisch ist“, kann sich ab dem fünften „mit einem negativen PCR-Test freitesten.“ Symptome sind bei den drei Spielern Schütz, Tiffels und Ehliz bekannt, die sich krank gefühlt hatten und positiv getestet wurden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare