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Jetzt gewaltig unter Druck: DFB-Präsident Fritz Keller. dpa
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Jetzt gewaltig unter Druck: DFB-Präsident Fritz Keller.

Deutscher Fußball-Bund

Nach Nazi-Vergleich: DFB-Landesverbände fordern Rücktritt von Fritz Keller

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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DFB-Ethikkommission ermittelt gegen den eigenen Verbandschef. Nun fordern die DFB-Landesverbände den Rücktritt von Fritz Keller.

Update vom 02.05.2021: Nach einem Nazi-Vergleich des Präsidenten Fritz Keller kommt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nicht zur Ruhe. Nun fordern die Präsidenten der Landes- und Regionalverbände des DFB Keller auf, von seinem Amt zurückzutreten. Außerdem haben die Präsidenten der Landes- und Regionalverbände bei einer außerordentlichen Konferenz Fritz Keller das Vertrauen entzogen. „Eine derartige Äußerung ist völlig inakzeptabel und macht uns fassungslos. Sie wird auf das Schärfste verurteilt“, heißt es in einer Erklärung der Konferenz. „Die Äußerung des Präsidenten ist mit den Grundsätzen und Werten der Verbände nicht vereinbar.“

Erstmeldung vom 26.04.2021: Frankfurt – Der nächste tiefste Tiefpunkt beim Deutschen Fußball-Bund (DFB): Präsident Fritz Keller muss sich wegen eines Nazi-Vergleichs aus der Präsidiumssitzung am vergangenen Freitag vor der Ethikkommission des Verbands verantworten. Er war von Generalsekretär Friedrich Curtius am Montagmorgen bei den Moral- und Anstandswächtern des DFB angezeigt worden.

DFB: Fritz Keller hat sich mittlerweile entschuldigt

Der 64-Jährige hat sich zudem inzwischen bei dem Vizepräsidenten Rainer Koch auch schriftlich entschuldigt. Koch hat die Entschuldigung nicht angenommen. Das erfuhr die Frankfurter Rundschau aus Verbandskreisen. Zunächst hatte der Spiegel über den Fall berichtet. Die dem DFB-Präsidium mit fünf Vertretern angehörende Deutsche Fußball-Liga (DFL) wollte sich am Montagabend noch nicht zu den Vorgängen äußern.

Die Entgleisung des seit September 2019 amtierenden DFB-Präsidenten sollen dem Vernehmen nach nicht alle Beteiligten der Sitzung deutlich vernommen haben, wohl aber der Betroffene Koch sowie Curtius und DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge.

DFB: Vergleich mit einem berüchtigten Nazi-Richter

Keller hatte Koch, Strafrichter am Oberlandesgericht München außer Dienst, nach einem heftigen Disput mit dem berüchtigten Nazi-Richter Roland Freisler verglichen. Freisler war im Nazi-Deutschland Präsident des Volksgerichtshofes und verhängte mehr als 2500 Todesurteile, unter anderem gegen Mitglieder der „Weiße Rose“ um Hans und Sophie Scholl sowie gegen die Widerstandskämpfer des misslungenen Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944.

Der DFB bestätigte die Entschuldigung des als aufbrausend geltenden Keller. Laut des Präsidenten habe Koch seine Entschuldigung dankenswerterweise angenommen, was die Koch-Seite auf FR-Nachfrage ausdrücklich nicht bestätigte. Keller räumte ein, sein Vergleich sei „insbesondere auch im Hinblick auf die Opfer des Nationalsozialismus gänzlich unangebracht“ gewesen. „Ich bedauere dies sehr und werde meine Worte künftig weiser wählen.“ (Jan-Christian Müller)

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