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Stehen im WM-Viertelfinale. Peterka und Reichel. Foto: dpa
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Stehen im WM-Viertelfinale. Peterka und Reichel.

Eishockey-WM

Deutsche Puckjäger in Riga weiter auf dem Eis

  • Günter Klein
    VonGünter Klein
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DEB-Team schlägt Lettland im entscheidenden Spiel 2:1 und trifft im Viertelfinale nun auf einen alten Bekannten. Beide agieren auf Augenhöhe.

Die Eishockey-Weltmeisterschaft in Riga geht für die deutsche Nationalmannschaft weiter, sie gewann gestern das entscheidende letzte Vorrundenspiel 2:1 gegen Lettland und qualifizierte sich fürs Viertelfinale am Donnerstag. Gegner: die Schweiz.

Es war ein Eishockeyspiel mit einer „Super-Atmosphäre“, wie 1:0-Schütze John Peterka anmerkte. Die Atmosphäre, die deutsche Spieler seit einem Jahr erleben, war bestimmt vom Widerhall von leeren Rängen, in der DEL waren pandemiebedingt keine Zuschauer zugelassen. Bei der WM in Riga bis Montag ebenfalls nicht, doch mit Monatsbeginn Juni öffnete die lettische Regierung die beiden Weltmeisterschafts-Hallen für Publikum. Unter strengen Voraussetzungen: Nachweis, geimpft, genesen oder aktuell negativ getestet zu sein. Da die Freigabe aber relativ kurzfristig erfolgte und die Tickets teuer waren (bis zu 110 Euro), wurde das Angebot verhalten angenommen: 2600 Leute hätten kommen dürfen, 850 kamen. Aber Letten sind beim Eishockey sangesfreudig und laut, es wurde angefeuert, getrommelt. Es war wieder Eishockey, der Stimmungssport.

Die deutsche Mannschaft startete optimal in die Partie. Der 19-jährige Münchner John Peterka zwirbelte in der 4. Minute die Scheibe aus vollem Lauf vom linken Flügel über die Schulter des lettischen Torhüters Janis Kalnins. Ein erlösendes Tor nach dem 0:2 gegen die USA am Tag davor. Und Marcel Noebels vollendete eine Kombination seiner Berliner Reihe (7.) zum 2:0. Eine frühe Führung kann im Eishockey allerdings auch gefährlich sein. Die Letten registrierten die in Übermut umschlagende Euphorie ihres Gegners, sie witterten die Konter, und den besten, mit drei Mann gegen den einzigen verbliebenen deutschen Verteidiger Jonas Müller gefahren, nutzte Rodrigo Abols, um auf 1:2 zu verkürzen (26.). Bundestrainer Toni Söderholm merkte, wie das Momentum des Spiels sich zu verlagern drohte, er schimpfte auf der deutschen Bank, und Korbinian Holzer, der rustikale Abwehrmann, gemahnte im Interview vor dem letzten Drittel seine Mitspieler, „zum winnig hockey zurückzukehren. Die einfachen Sachen wieder richtig machen, sonst kommt eine Welle nach der anderen auf uns zu.“ Was fürs deutsche Team erschwerend dazukam, war der Ausfall von Marcel Noebels. Der DEL-Spieler des Jahres ging angeschlagen früh vom Eis..

Die Abwehr steht sicher

Holzer fand jedoch auch: „Wir haben das größere Herz, jeder wird für den anderen kämpfen.“ Das war das Motto fürs Schlussdrittel. Die Letten brauchten einen Sieg, egal wie, sie übten Druck aus aufs deutsche Tor, in dem nach einer Partie Erholungspause wieder Mathias Niederberger stand. Die Abwehr hielt.

Als Dritter der Gruppe B treffen die Deutschen im Viertelfinale auf den zweiten der Gruppe A, die Schweiz. Es ist ihr häufigster Länderspielgegner, beide Nationen pflegen ab den Nachwuchsklassen einen regen Spielverkehr. Die Schweiz zog wechselhaft durch dieses Turnier, sie hatte imponierende Vorstellungen (5:2 gegen Tschechien, 8:1 über die Slowakei), erlebte jedoch auch klare Niederlagen (0:7 gegen Schweden, 1:4 gegen Russland). Ein Treffen auf Augenhöhe.

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