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Matt Haarms: Der Größte

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Von: Timur Tinç

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Der Riese bei den Skyliners: Matt Haarms. Foto: imago images.
Der Riese bei den Skyliners: Matt Haarms. © imago images/Kessler-Sportfotografie

Skyliners-Center Matt Haarms misst stolze 2,21 Meter und sieht das Team für die nächsten Herausforderungen gerüstet.

Matt Haarms war kürzlich mit seiner Frau im Frankfurter Zoo. Auf Instagram hat er ein Bild von sich und einer Giraffe geteilt und gefragt: „Könnt ihr erraten, was mein Lieblingstier ist?“ Die Giraffe ist nur eines von ganz wenigen Lebewesen, die den 2,21-Meter-Mann um Längen überragt. Wenn der gebürtige Amsterdamer mit anderen Menschen spricht, ist er immer derjenige, der den Blick nach unten richten muss. „Ich glaube, dass ich einer der tausend größten Menschen bin“, sagt Haarms. Er hätte es aber nie nachgeschaut, um sein Selbstvertrauen nicht zu zerstören, fügt er lachend hinzu,

Der 24-jährige ist der größte Spieler, den die Frankfurt Skyliners je in ihren Reihen hatten. In der Basketball-Bundesliga (BBL) gibt es mit Christ Koumadje von Alba Berlin zumindest einen, der gleich groß ist wie der Niederländer. „Türen sind meine Feinde“, sagt Haarms schmunzelnd. Er lebe aber zum Glück in einer Wohnung im Stadtteil Riedberg, wo die Türen drei Meter hoch sind. In ähnliche Regionen kann der 113 Kilogramm schwere Mann seine Arme strecken und so die Würfe der Gegenspieler verändern oder blocken. 1,5 Blocks, 6,4 Punkte und 4,8 Rebounds steuert er bislang im Durchschnitt bei.

Das Comeback von Matt Haarms lief doppelt bitter

Einige Zeit stand er seinem Team aufgrund einer Sprunggelenksverletzung nicht zur Verfügung. Seit drei Wochen ist wieder fit. Seine Rückkehr auf das Parkett hat sich aber wegen zu vieler positiver Corona-Fälle im Team bis vergangenen Samstag verzögert. Sein Comeback verlief dabei aber in doppelter Hinsicht bitter. Zum einen, weil die Skyliners die Partie bei den Niners Chemnitz unglücklich 86:87 in der Verlängerung verloren.

Zum anderen, weil Haarms sich in nur 7:30 Minuten Spielzeit fünf Fouls eingehandelt hatte und seinem Team ab Beginn des dritten Viertels nicht mehr helfen konnte. „Das Spiel hat trotzdem gezeigt, dass wir mit Jedem mithalten können“, sagt Haarms, der erst mit zwölf Jahren zum Basketball kam. Mit 17 wechselte er nach Spanien zu Juventud Badelona, anschließend machte er seinen High-School-Abschluss in den USA und spielte fünf Jahre College-Basketball. „Meine Karriere in Deutschland zu starten, ist einfach großartig“, findet Haarms.

Skyliners-Spiemacher Will Cherry hat großen Einfluss auf den Center

Am Sonntag (15 Uhr) steht die nächste große Herausforderung in der Ballsporthalle gegen den Tabellenfünften Ludwigsburg an. „Wir sind in einer guten Position“, glaubt Haarms. Viele Teams, die vor dem Tabellen-15. aus Frankfurt stehen, könne man besiegen.

Sein Selbstvertrauen kommt nicht von ungefähr. Waren die Skyliners zu Saisonbeginn noch eine völlig verunsicherte und unerfahrene Truppe, sind sie mit den Veteranen Will Cherry und Jamel McLean ein anderes Team. „Will, Jamel und Quantez Robertson helfen uns sehr und bringen uns sehr viel bei“, sagt Haarms. Er hat besonders von Spielmacher Cherry unheimlich profitiert. Während Donovan Donaldson, Lukas Wank, Brancou Badio oder Len Schoormann noch dabei waren, ihre eigenen Rollen zu finden, sei es für sie schwierig gewesen, den anderen Spielern zu helfen.

„Will weiß genau, was er dem Team geben kann. Sein Selbstvertrauen, seine Ruhe haben es einfacher für mich gemacht“, sagt Haarms. „Und für das ganze Team.“

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