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Frankfurt Skyliners: Der Gastank war leer

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Von: Timur Tinç

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Am Ende ging den Skyliners die Puste aus. Foto: Imago images
Am Ende ging den Skyliners die Puste aus. © imago images/Kessler-Sportfotografie

Die Frankfurt Skyliners halten nur 37 Minuten gegen Ludwigsburg mit und müssen folglich in die 70:81-Niederlage einwilligen.

Quantez Robertson kickte seinen Stuhl wütend weg. Der Kapitän der Frankfurt Skyliners war gefrustet. 3:50 Minuten vor Ultimo hatten die Schiedsrichter nach dem erfolgreichen Korbwurf des Ludwigsburgers Yorman Polas Bartolo noch ein Foul gegen den 37-Jährigen gepfiffen. Das Fünfte. Damit war die Partie für Robertson am Sonntagnachmittag vorzeitig beendet. Eine viel zu harte Entscheidung. Polas Bartolo traf seinen Freiwurf zum 67:64. „Was in den letzten drei Minuten passiert ist, kann ich nicht erklären“, sagte Diego Ocampo konsterniert. Er müsse sich die Schlussphase noch einmal auf Video ansehen..

Die bis dahin enge Partie kippte in Richtung des Tabellenfünften, der abgezockter, schlauer und frischer war und am Ende verdient 81:70 (34:36) vor 250 Fans in der Frankfurter Ballsporthalle siegte. „Der Gastank war leer“, gab Jamel McLean zu. Der 33-Jährige hatte sich unter dem Korb aufgerieben, war aber von den Riesen, bei denen er vergangene Saison noch gespielt hat, immer gedoppelt worden.

Zu viele Skyliners-Spieler unter ihren Möglichkeiten

Er kam zwar auf elf Punkte, aber kaum in die Positionen, wo der 2,02-Meter-Mann gerne sein will, um einen Abschluss zu bekommen. Den Skyliners fehlten gestern neben McLean und Spielmacher Will Cherry (21 Punkte) die Scoringoptionen. Lukas Wank war mit 17 Zählern zweitbester Schütze. Aber weder Robertson (zwei Punkte), Rasheed Moore (zwei), Len Schoormann (vier) oder Brancou Badio (acht) spielten annähernd so, wie sie es schon in dieser Saison gezeigt haben.

„Und trotzdem waren wir im Spiel drin“, sagte Ocampo. Der Spanier musste wie schon in Chemnitz auf Loren Brenneke (Leistenprobleme) verzichten. Ob der 2,04-Meter große Flügelspieler oder Alex Richardson am Mittwoch (19 Uhr) gegen den Noch-Tabellenletzten Oldenburg wieder mitwirken können, ist offen. Ohne weiteren Big Man legten die Skyliners gut los. Führten nach wenigen Minuten mit 16:4, ehe die Ludwigsburger die Zügel anzogen und die Hessen zu Ballverlusten zwangen.

Skyliners hatten zu viele Nadelstiche, die ihnen wehtaten

Danach entwickelte sich eine spannende Partie auf Augenhöhe. Die Nadelstiche, die den Skyliners wehtaten, häuften sich jedoch ab Mitte des dritten Viertels. Sei es ein technisches Foul gegen Ocampo, ein Dreier von Felix Hecker, der wieder raussprang. Im Schlussviertel leistete sich Brancou Badio drei Ballverluste innerhalb von einer Minute. Und beim Stand von 67:71 bekam Lukas Wank den Ball nicht innerhalb von fünf Sekunden zum Mitspieler gepasst.

„Wir müssen es schaffen, ein Spiel über 40 Minuten durchzuziehen“, fasste McLean zusammen. Er sei sehr gespannt auf die Oldenburger, die mit ihrem neuen Trainer Ingo Freyer Heidelberg 109:73 geschlagen haben. „Wir müssen ihr Tempo stoppen“, sagte McLean. Vielleicht helfen den Skyliners auch wieder 1500 Fans, die am Mittwoch in die Halle dürfen.

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