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Mitfühlend: Die Lilien-Profis mit dem Trikot von Victor Palsson, dessen Mutter verstorben ist.
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Mitfühlend: Die Lilien-Profis mit dem Trikot von Victor Palsson, dessen Mutter verstorben ist.

Darmstadt 98

Dem Kummer zum Trotz

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Beim Zweitligisten Darmstadt 98 stimmen endlich einmal Aufwand und Ertrag - der Sieg in Fürth wird auch einem Kollegen gewidmet / Das letzte Heimspiel des Jahres gegen Würzburg fällt aus

Seit Wochen, ach was, schon seit Monaten haderten die Beteiligten beim Darmstadt 98 mit dem Saisonverlauf. Aufwand und Ertrag stünden einfach nicht in der richtigen Relation, hieß es. Zweitligatopscorer Tobias Kempe sagte das, auch Toptorjäger Serdar Dursun, Trainer Markus Anfang sowieso. Und sie hatten im Groben ja auch Recht. Nicht immer, aber oft waren die Darmstädter ihren Kontrahenten mindestens ebenbürtig, oder sogar überlegen. Bloß näherte sich die Mannschaft langsam immer mehr der Abstiegszone an. Bis am Dienstagabend ausgerechnet beim bisherigen Tabellenführer Greuther Fürth eine Befreiung gelang.

„Wir haben es erzwungen und waren einfach mal an der Reihe. Das Momentum war auf unserer Seite“, sagte Coach Anfang nach dem zwar zu hoch ausgefallenen, aber verdienten 4:0 im Frankenland. Tim Skarke, Dursun mit seinem Saisontreffern elf und zwölf sowie Immanuel Höhn hatten den vierten Saisonsieg im zwölften Spiel herausgeschossen. Es war ein Abend am Fürther Ronhof, der trotz der Ampelkarte von Verteidiger Lars Lukas Mai für einiges entschädigte im bisherigen Saisonverlauf. Nach zuvor zwei Niederlagen rappelten sich die personell wieder mal gebeutelten Darmstädter als verschworene Einheit auf.

Nach dem zwischenzeitlichen 1:0 kramten die Profis auf dem Platz das Trikot von Mitspieler Victor Palsson raus und hielten es der TV-Kamera entgegen. Der Isländer macht aktuell schwere Zeiten durch, zum einen ist er verletzt und zum anderen – viel schlimmer natürlich – verstarb vor kurzem seine Mutter. Wann Palsson aus seiner Heimat zurückkehren wird nach Darmstadt, ist ungewiss. „Ein Team“ posteten die Lilien unter besagtes Jubelfoto am Tag nach ihrem Erfolg in Fürth, Palsson erwiderte die Anteilnahme mit einem virtuellen Herzchen.

Absage von Würzburg-Spiel

Trainer Markus Anfang, der ja im Sommer anstelle des erfolgreichen Dimitrios Grammozis gekommen war, hatte auch in den komplizierten Wochen davor stets betont, einen richtig verschworenen Haufen beisammen zu haben. Nach dem Sieg in Fürth platzte der Stolz dann förmlich aus ihm heraus: „Ich muss den Jungs ein großes Kompliment machen“, sagte der gebürtige Kölner: „Siege sind immer wichtig, aber die Art und Weise nach zuletzt zwei Niederlagen war beeindruckend.“

In der Liga wird es für dieses Kalenderjahr ohne Zweifel der letzte Darmstädter Dreier gewesen sein. Das abschließende Zweitligaduell am kommenden Samstag gegen Schlusslicht Würzburger Kickers musste aufgrund eines Corona-Falls bei den Bayern abgesagt werden. Das Kickers-Team befindet sich Quarantäne, auch ihr gestriges Spiel in Hamburg gegen St. Pauli wurde abgesagt.

Entsprechend steht für die Darmstädter vor Weihnachten lediglich noch die Zweitrundenpartie im DFB-Pokal bei Drittligist Dynamo Dresden auf dem Programm (22. Dezember). Im kommenden Jahr geht es dann bereits am 2. Januar bei Überraschungsteam VfL Bochum weiter. Angst und bange braucht den Darmstädtern dafür aber nicht zu sein – zumindest dann nicht, wenn sie in der Restrunde vermehrt schaffen, weiter Aufwand und Ertrag in Einklang zu halten.

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