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David Alaba ist „verwundert und verletzt“.

FC Bayern München

David Alaba ist verschnupft

  • vonHanna Raif
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Der Profi, sein Vater und sein Berater ärgern sich nicht nur über Ehrenpräsident Uli Hoeneß.

Im April gab es nahezu dieselbe Situation schon mal. Damals, als sich der Vertragspoker zwischen dem FC Bayern und Manuel Neuer bereits einige Monate hinzog, meldeten sich der Nationalkeeper und sein Berater in einem Doppelinterview zu Wort. Der Tenor: Die kolportierten Zahlen (20 Millionen Euro Gehalt pro Saison) stimmen nicht. Die Vertrauensbasis zu den Entscheidungsträgern sei gestört. Und überhaupt, schimpfte Neuer, „ärgert es mich“, dass „gezielt Sachen nach außen getragen werden“.

David Alaba formulierte es dieser Tage nur punktuell anders. Derjenige, mit dem die Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung derzeit stocken, meldete sich via „Bild“ zu Wort – und sagte: „Ich wünsche mir, dass meine vertragliche Situation nicht in der Öffentlichkeit geklärt wird.“ Ein paar „Aussagen und Berichte“ haben den 28-Jährigen daher „verwundert und durchaus auch verletzt“. Wieder geht es um Zahlen, Gehalt wie Provision, um Laufzeiten und um das kleine, aber doch wichtige Wort „Wertschätzung“. Alaba, der sich aktuell im Spannungsfeld zwischen Uli Hoeneß („Sein Berater ist ein geldgieriger Piranha!“) und Berater Pini Zahavi sowie Vater George befindet, betonte: „Dieser Klub ist für mich nicht irgendein Verein, er ist Zuhause, Familie, Heimat.“ In einer Familie mal „anderer Meinung zu sein“, sei normal: „Aber es bleibt innerhalb der Familie. Das werde ich auch weiter beherzigen.“

Die Vorwürfe sind von Alabas Seite klar platziert worden. Während Neuer und sein Berater im Frühjahr vor allem den damaligen Sportdirektor und heutigen -Vorstand Hasan Salihamidzic als Maulwurf ins Gespräch brachten, geht es dem Österreicher um den Stil der gesamten Führungsetage. Die harschen Worte, die Hoeneß im „Doppelpass“ wählte, waren der Sache sicher nicht zuträglich.

Die Fronten sind verhärtet, Vater George wirft der Bayern-Seite vor, „schmutzige Lügen“ zu erzählen, Zahavi – den Bayern aus den langen Verhandlungen mit Robert Lewandowski bestens bekannt – beteuert, mit Salihamidzic nie über eine konkrete Provision gesprochen zu haben. Alaba wünscht sich, „dass wir zeitnah eine Lösung finden, damit der Klub, die Verantwortlichen, meine Mitspieler aber auch die Fans wissen, woran sie sind.“ Neuer hat einen Monat nach dem Wut-Interview verlängert. Man traf sich: irgendwo in der Mitte.

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