Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ab durch die Mitte: Mikkel Hansen.
+
Ab durch die Mitte: Mikkel Hansen.

Kommentar

Das völlig falsche Signal

  • Jörg Hanau
    vonJörg Hanau
    schließen

Der Plan des allmächtigen ägyptischen Weltpräsidenten Hassan Moustafa, bei der Handball-WM Publikum in den Arenen zuzulassen, macht fassungslos.

Der Aufschrei ist groß. Eine Handball-WM in Zeiten der Pandemie, an sich schon ein Problem - dann auch noch mit Zuschauern. Ein Wahnsinn! Das sagte Mikkel Hansen, ein Mann wie Marvels Thor, nur eben mit Ball statt Hammer. Sein Interview in der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ hat für mächtig Wirbel gesorgt. Er überlege, die WM in Ägypten nicht zu spielen, hieß es da. Ein wirklicher Hammer im Land des Titelverteidigers. Ein globales Handballfest ohne den vielleicht weltbesten Handballer? Undenkbar. Und es wird auch nicht so kommen. Das Interview ist längst überholt, weil vor Weihnachten geführt. Was also interessiert mein Geschwätz von gestern, hat sich der dreimalige Welthandballer gesagt. Und wird entgegen vieler deutscher Kollegen nun doch nach Kairo reisen.

So weit, so gut. Oder doch so schlecht? Die Blase, in der sich zwischen dem 13. bis 31. Januar - vom Spieler bis zum Physio, vom Funktionär bis zum Journalisten - alle bewegen, mag vielleicht nicht platzen. Der Plan des allmächtigen ägyptischen Weltpräsidenten Hassan Moustafa jedoch, Publikum in den Arenen zuzulassen, macht fassungslos. Es ist das falsche Signal! Und nicht nur das.

Im Würgegriff des Coronavirus ringt die Welt weiter nach Luft, daran ändert auch der in Windeseile zugelassene Impfstoff wenig bis nichts. Das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, bleibt. Vornehmlich in geschlossenen Räumen. Und wie wir alle wissen: Handball wird unterm Dach gespielt. Keine sonderlich neue Erkenntnis. Sie führte hierzulande dazu, sportliche Großveranstaltungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit anzupfeifen. Egal, ob unter freiem Himmel. Oder etwa in der Halle. Natürlich lässt sich darüber trefflich streiten. Natürlich würden auch die deutschen Klubverantwortlichen lieber heute als morgen wieder Fans in ihren Arenen begrüßen. Schon allein aus finanziellem Interesse. Dieses dürfte in Ägypten kaum eine Rolle spielen. Die geschätzt 900 Zuschauer:innen, die in der Hassan-Moustafa-Arena von Gizeh die Spiele der deutschen Mannschaft sehen dürfen, werden die Kassen des Weltverbandes IHF nicht zum Klingeln bringen. In Gegensatz zu den TV- und Vermarktungrechten, die bei rund 30 Millionen Schweizer Franken liegen sollen.

In Ägypten sollen sich Spieler und Fans nicht näher als 7,5 Meter kommen, so steht es in dem von der Weltgesundheitsorganisation WHO abgesegneten Hygienekonzept. Damit wäre die Ansteckungsgefahr gebannt. Und was ist mit den Fans? Gute Reise!

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare