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Das neue Selbstvertrauen

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Von: Timur Tinç

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Matchwinner Joshua Obiesie kann sich vor Streicheleinheiten kaum retten. Foto:Imago Images
Matchwinner Joshua Obiesie kann sich vor Streicheleinheiten kaum retten. Foto:Imago Images © Kessler-Sportfotografie/Imago

Joshua Obiesie führt Skyliners mit links zum 78:75-Erfolg gegen Göttingen. Frankfurter Korbjäger auf dem richtigen Weg.

Joshua Obiesie ist ein junger Mann, der sein Herz auf der Zunge trägt. „Sehr, sehr geil“, habe es sich angefühlt, in den letzten Minuten dieser Partie gegen die BG Göttingen auf dem Parkett zu stehen, gab er mit einem breiten Grinsen nach dem 78:75-Sieg am Sonntag zu Protokoll. Zwischen Minute 4:40 und 17 Sekunden vor Spielende erzielte der 22-jährige Guard der Frankfurt Skyliners elf seiner 17 Zähler. Sein Dreier zum 76:75 ließ die 5000 Fans in der Ballsporthalle ausrasten. „Das ist einer meiner go-to’s“, erklärte der 1,98-Meter-Mann. Rechts das Dribbling antäuschen, dann einen Schritt nach links tun und mit links werfen. „Das ist einer meiner Würfe, die ich jeden Tag trainiere“, sagte Obiesie. Al der Ball den Korb passierte, sei ihm zunächst nicht klar gewesen, dass er sein Team in Führung gebracht habe.

Göttingen vergab in der nächsten Offensivaktion einen Wurf, so dass Quantez Robertson mit zwei verwandelten Freiwürfen die Führung ausbauen konnte. Der abschließende Angriff der Göttinger mit noch 3,3 Sekunden auf der Uhr ging ins Leere. „Wir haben dieses Spiel gebraucht“, unterstrich Cheftrainer Geert Hammink die Bedeutung des dritten Heimspielsiegs. Trotz eines klar verlorenen Reboundduells (22:36) wegen der Personalsorgen auf den großen Positionen seien die Schnellangriffe im ersten und letzten Viertel, genau wie sechs Dreier im Schlussviertel, ein Schlüssel zum Erfolg gewesen. Die Skyliners stehen mit 8:20 Punkten nach wie vor auf Rang 16 und brauchen jeden Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.

Es läuft bei den Skyliners seit einigen Wochen in die richtige Richtung. Das ist nicht mehr die Mannschaft, die zu Beginn der Saison in Bayreuth 21 und in Heidelberg 14 Punkte verspielte. Das Team hat ein neues Selbstvertrauen entwickelt und lässt sich auch von Rückständen (42:52 oder 60:67) nicht mehr verunsichern. „Die Mannschaft hat Charakter“, lobte Hammink.

Die Skyliners haben seit Freitag nun auch einen Point Guard in ihren Reihen, der ein Spiel an sich reißen kann. Isaiah Washington. der vom slowakischen Klub Spisski Rytieri kam, stand nach nur eineinhalb Trainingseinheiten auf dem Platz und erzielte in 23 Minuten 14 Punkte.

Washington ein Gewinn

In der ersten Halbzeit zog der 24-Jährige mit Verve zum Korb, die J.J. Frazier bis dato nie gezeigt hat. Nach einem schwachen Start in die zweite Hälfte mit Ballverlusten und Fouls, musste er lange mit vier Fouls auf dem Konto auf der Bank Platz nehmen. Für die letzten siebeneinhalb Minuten schickte Hammink seinen Neuzugang jedoch für Frazier auf das Parkett. Ein Fingerzeig auch für die nächsten Spiele.

Gegen Crailsheim am kommenden Sonntag (15 Uhr) dürfte auch Marcus Lewis nach seinen muskulären Problemen im Oberschenkel zurückkehren. Allerdings ist auf den großen Positionen keine Entspannung in Sicht, wo Marco Völler, Manager Sport, zuletzt aushelfen musste. Lorenz Brenneke droht wegen Adduktorenproblemen eine lange Ausfallzeit. Jordan Samare (Bluterguss) pausieren. Alexander Richardson hat sich erneut einen Bänderriss zugezogen. Immerhin: Einaras Tubutis steht vor einer Rückkehr ins Teamtraining.

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