Basketball

Ernüchterung nach Pokalpleite bei Frankfurt Skyliners

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Der Frankfurter Basketball-Bundesligist verliert beim Pflichtspielauftakt im Pokal gegen Göttingen deutlich – und muss in dieser Form gleich ein erstes Ziel relativieren.

Cheftrainer Sebastian Gleim wollte vor dem Pokalturnier über das Top Four reden. In der mit Abstand einfachsten der vier Gruppen ohne jedes Topteam mit Vechta, Gießen und Göttingen war der Gruppensieg für die Frankfurt Skyliners, der zum Einzug in das Halbfinale berechtigt, durchaus kein zu hoch gegriffenes Ziel. Doch bereits die erste Partie gegen Göttingen endete in purer Ernüchterung für den Basketball-Bundesligisten. 64:79 lautete das klare Endergebnis im ersten Pflichtspiel der Saison 2020/2021 in Vechta, wo die Gruppe D ihre Spiele absolviert.

„Ich dachte, wir sind bereit, um ein Feuerwerk abzuliefern. Wir waren aber nicht bereit“, sagte ein desillusionierter Konstantin Konga und schob gleich hinterher: „Das geht so nicht. Wir sind ein junges Team. Wir müssen mit Energie kommen. Das sind wir aber nicht. Und so haben wir keine Chance.“

Eine Woche lang hat Gleim jetzt Zeit, sein Team auf die verbleibenden zwei Partien vorzubereiten, doch mit dem Top Four, das ist nach diesem Auftritt sicher, werden die Skyliners nichts zu tun haben. Dem Team ist zwar zugutezuhalten, dass sie erst eine wirkliche Trainingseinheit mit dem kompletten Kader hatten – außer dem länger ausfallenden Richard Freudenberg (Reha nach Fuß-OP). „Wir haben im Training und der gesamten Vorbereitung aber noch nie so gespielt“, monierte Gleim. Ein bisschen Gegendruck der Göttinger habe in den wenigen guten Moment ausgereicht, um den Rhythmus in Verteidigung und Angriff zu verlieren.

Die Skyliners fielen schon früh in alte Muster der vergangenen Saison zurück, als sie ihr Glück über die Dreierlinie erzwingen wollten. Nach 40 Minuten war Jon Axel Gudmundsson (20 Punkte) der einzige Frankfurter, der überhaupt von draußen erfolgreich war. Vier seiner sieben Dreierversuche fanden sein Ziel. Die anderen 20 Würfe von jenseits der 6,75 Meter gingen allesamt daneben. Vor allem Matt Mobley (sechs Punkte) enttäuscht mit gleich neun Fehlwürfen.

Das einzige was offensiv einigermaßen klappte war, wenn Point Guard Emmanuel Lecomte (16 Punkte) zum Korb zog. Allerdings schaffte es der Belgier auch nicht, seine Mitspieler in Szene zu setzen. Das Angriffsspiel der Hessen war viel zu statisch. Nur zehn Assists standen 15 Ballverlusten gegenüber.

Und wenn die Skyliners sich über die Defensive definieren wollen, dann müssen sie viel aggressiver agieren. „Wir müssen mit anderer Körpersprache in die Spiele gehen“, sagte Konga.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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