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Das Frankfurter Fehlerfestival

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Von: Timur Tinç

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Patsch: Lukas Herzog (rechts) klaut Skyliners-Profi Len Schoormann den Ball aus der Hand.
Patsch: Lukas Herzog (rechts) klaut Skyliners-Profi Len Schoormann den Ball aus der Hand. © imago images/Pressefoto Baumann

Eine Skyliners-Rumpftruppe verliert in Ludwigsburg 67:95 und bleibt im Tabellenkeller der Basketball-Bundesliga. Das Team von Diego Ocampo leistet sich satte 34 Ballverluste.

Mal sitzend, mal stehend, mal mit verschränkten Armen, mal die Arme in die Luft werfend. Diego Ocampo hat am Mittwochabend die ganze Palette an Kopfschüttlern ausgepackt. Die Spieler der Frankfurt Skyliners haben ihrem Cheftrainer auch allen Grund dazu gegeben, sich über sie zu ärgern. Der hessische Basketball-Bundesligist ist gestern mit einer Rumpftruppe bei Vizemeister Ludwigsburg chancenlos 67:95 (32:46) untergegangen.

Hauptgrund: die 34 Ballverluste. Das dürfte ein Negativrekord in der Basketball-Bundesliga (BBL) sein, auch wenn die Liga dazu keine Statistik führt. 27 Ballverluste leisteten sich die Skyliners mal beim 65:70 in Göttingen im Februar 2009. Das ist lange her.

Das Fehlen von Skyliners-Spielmacher Will Cherry schmerzt besonders

Die Frankfurter Korbjäger mussten neben Brancou Badio (Muskelfaserriss), Jamel McLean (noch nicht fit, nach dem er umgeknickt ist), Donovan Donaldson (Leistenprobleme) ausgerechnet auf Will Cherry verzichten. Der Spielmacher war zuletzt der Stabilisator, Anker und Topscorer der Skyliners. Er hat sich am Samstag in Bayreuth einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt wohl drei Wochen aus. Ein herber Rückschlag für den Tabellen-16, der in den nächsten Wochen auf gleichwertige Gegner trifft und eigentlich punkten muss.

Len Schoormann mit 17 Punkten bester Frankfurter Schütze

Das Fehlen von Cherry machte sich in den vielen Ballverlusten, aber auch der fehlenden Struktur im Offensivspiel bemerkbar. Wundersamerweise führten die Skyliners noch im ersten Viertel 14:13, weil sie zumindest im Reboundduell die Oberhand behielten. Erst im zweiten Viertel begannen die Gastgeber vor 750 Fans die Frankfurter Ballverluste konsequenter zu bestrafen. Len Schoormann war bester Frankfurter Schütze mit 17 Punkten.

Um am Sonntag (15 Uhr) gegen den Mitteldeutschen BC bestehen zu können, muss sich ganz viel ändern.

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