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Jubel mit Darmstadts Siegtorschütze Patric Pfeiffer.
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Jubel mit Darmstadts Siegtorschütze Patric Pfeiffer.

Höhenflug der Lilien

Darmstadt 98 festigt Platz zwei - dank Hubschrauber Pfeiffer

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Verteidiger Patric Pfeiffer köpft den SV Darmstadt 98 im Verfolgerduell der 2. Bundesliga beim SC Paderborn zum zehnten Sieg. 32 Punkte sind nach der Hinrunde eine tolle Bilanz.

Als der hünenhaft wirkende Hochspringer Patric Pfeiffer nach gefühlt drei, vier Sekunden dann doch wieder den aufgeweichten Paderborner Fußballplatz erreichte, drehte er sofort ab zum Jubeln. Er hatte da längst erkannt, noch im Flug, dass der Ball das Netz wölbte, dass sein Kopfstoß erfolgreich war, dass jener präzise im Eck des Tores einschlug, und dass der Versuch auch noch entscheidend war. Patric Pfeiffer, 1,96 Meter groß, erzielte dank des höchsten Luftstandes aller 22 Akteure in dieser 81. Minute das 1:0 (0:0)-Siegtor für den Zweitligisten SV Darmstadt 98 in Paderborn. „Ein 1:0 ist das geilste Ergebnis, was du hier erzielen kannst“, fand der Darmstädter Kapitän Fabian Holland hinterher, der den siegbringenden Eckball, „die erste seit der E-Jugend“, auf Pfeiffers Kopf geschossen hatte. „Grandios“, ergänzte Trainer Torsten Lieberknecht.

Für den Matchwinner war es der erste Zweitligatreffer seiner noch jungen Karriere. Der 22-jährige Innenverteidiger, dessen Vorbild einst Jerome Boateng war, zeigte in Paderborn auch ungeachtet des Treffers eine starke Leistung. Gemeinsam mit Thomas Isherwood schaltete er den Paderborner Knipser Sven Michel (13 Saisontore) nahezu komplett aus. Überhaupt: Pfeiffer nahm in dieser Saison unter Trainer Torsten Lieberknecht eine exzellente Entwicklung, er setzt seinen Körper robust ein. Der gebürtige Hamburger ist zur unumstrittenen Stammkraft geworden, sammelte in dieser Runde bereits mehr Einsatzminuten (1350) als in den ersten beiden Jahren bei den Lilien zusammen (1300). Vor allem legte der schüchterne Zeitgenosse, der einst bei seinem Jugendverein HSV mit Ex-Profi Vahid Hashemian, Spitzname Hubschrauber, am Kopfballspiel feilte, manch Leichtfertigkeit im Aufbauspiel ab. Da zahlt einer das Vertrauen seines Trainers mehr und mehr zurück.

Darmstadt 98: Aufstieg nicht unmöglich

Der Trainer, Torsten Lieberknecht fand nach dem zehnten Saisonerfolg des Tabellenzweiten nicht nur für den Siegtorschützen lobende Worte: „Es war diesmal keine Frage der Qualität, sondern eine der Mentalität. Das haben die Jungs eindrucksvoll umgesetzt.“ Die Darmstädter waren nicht viel besser als Kontrahent Paderborn, aber eben doch ein klein wenig. Flügelstürmer Mathias Honsak vergab vor dem Seitenwechsel die beste Chance des Spiels (36.). In Hälfte zwei schließlich glaubten die Lilien trotz der verletzungsbedingten Auswechslung von Torjäger Luca Pfeiffer (Risswunde am Knöchel), der in diesem Jahr nicht mehr spielen wird, bis zum Schluss an sich und den Auswärtssieg. „Wir sind eine geile Truppe“, findet Mittelfeldspieler Tobias Kempe.

Vor allem sind die Darmstädter weiterhin ganz oben dabei nach der Hälfte der Spielzeit, selbst der Aufstieg scheint nicht unmöglich - das hätte vor der Runde wohl niemand erwartet und schon mal gar nicht nach den schweren Wochen zu Beginn samt zwei Pleiten. „Die Hinrunde hat schwierig für uns begonnen, das hat uns als Mannschaft zusammengeschweißt und dann haben wir uns in einen Flow gespielt“, erklärt Kempe. Starke 32 Punkte häuften die Darmstädter in 17 Partien auf ihr Konto. Nur zum Vergleich die Halbjahreswerte der vergangenen vier Zweitligarunden: 18, 20, 19 und 18 Zähler.

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