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Carsten Wehlmann soll das Trainerteam künftig im Hintergrund als Sportkoordinator unterstützen.

Darmstadt 98

Zuarbeiter für den Lilien-Chef

Carsten Wehlmann wird neuer Sportkoordinator bei Darmstadt 98.

Dirk Schuster ist ganz bestimmt ein fleißiger Mann. Einer, der morgens früh kommt und abends spät geht, der gerne das Sagen hat. „Ja, ich bin der Chef“, antwortete der Trainer des SV Darmstadt 98 dann gestern auch auf eine entsprechende Frage. Grund für diese Feststellung, die, kennt man den durchsetzungsstarken, manchmal auch etwas eigenwilligen Charakterkopf Schuster ein bisschen, eigentlich gar keine Antwort wert gewesen wäre: Die Vorstellung von Carsten Wehlmann, dem neuen Sportkoordinator beim Fußball-Zweitligisten. „Die Suche zur Besetzung dieser Position war eng mit dem Trainerteam abgestimmt“, sagte Schuster, „Carsten soll uns unterstützen und in vielen Dingen auch entlasten.“ 

Der fleißige Arbeiter im Hintergrund

Wehlmann, ehemaliger Torhüter unter anderem beim Hamburger SV, dem FC St. Pauli und Hannover 96, arbeitete zuletzt neun Jahre beim Darmstädter Ligakonkurrenten Holstein Kiel als Chef-scout. Er gilt in der Szene, vor allem in der zweiten und dritten Liga, als exzellent vernetzt, als Fußballfachmann, dazu als fleißiger Arbeiter im Hintergrund. „Kiel und Darmstadt sind insofern zu vergleichen, dass bei beiden Vereinen wenige Menschen viel machen müssen. Ich bin das Arbeiten gewöhnt“, sagte der 46-jährige Hamburger, der seinen Umzug aus dem hohen Norden in den Süden Hessens bereits hinter sich gebracht hat.„Ich werde täglich vor Ort sein und dem Trainerteam eng zur Seite stehen, um Abläufe zu optimieren“, sagte Wehlmann. 

Die vordringlichsten Aufgabengebiete für den Neuen: Kaderplanung, Scouting und Weiterentwicklung des Nachwuchsleistungszentrums. „Wir haben seit Jahren viel aufzuholen, was die inneren Strukturen in unserem Verein betrifft. Mit Carsten erweitern wir unsere sportliche Kompetenz“, sagte Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch und stattete Wehlmann direkt mal mit einem unbefristeten Vertrag aus.

Das ist deshalb hervorzuheben, da es eben mit jener Besetzung des Trainerteam-Zuarbeiters in der Vergangenheit in Darmstadt nicht wirklich funktioniert hatte. Erst scheiterte Holger Fach als mit vielen Entscheidungskompetenzen ausgestatteter Sportdirektor, später konnte sich Chefscout Alexander Klitzpera nie profilieren. „Deshalb haben wir jetzt eine ganz klare Teamvariante gewählt“, betonte Präsident Fritsch. Freilich, und das überraschte kaum jemanden, mit Dirk Schuster als Chef des Ganzen.

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