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Am Ende chancenlos: Darmstadts Mathias Honsak (links) rangelt mit Regensburgs Scott Kennedy um den Ball.
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Am Ende chancenlos: Darmstadts Mathias Honsak (links) rangelt mit Regensburgs Scott Kennedy um den Ball.

Covid legt die Lilien flach

Zu großer Aderlass

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Von Corona umklammert verliert Darmstadt 98 den Zweitligaauftakt gegen Regensburg.

Torsten Lieberknecht weiß, wovon er spricht. Corona, das hat er bereits ganz zu Beginn seines Wirkens als Trainer von Zweitligist Darmstadt 98 berichtet, sei wirklich eine sehr unangenehme Sache, Nicht etwa die Einschränkungen für die Gesellschaft oder die Auswirkungen auf den Fußball, sondern schlicht die Infektion mit dem Virus selbst. Schlappheit, Husten, der Geschmacksverlust, nicht nur für einen bekennenden Rotweinliebhaber wie den Pfälzer eine üble Sache. Dabei hatte es Lieberknecht noch vergleichsweise harmlos erwischt. Nun aber wiederholte er seine Warnung aus gegebenem Anlass: „Ich habe die ganze Corona-Sch... ja auch mit meiner Familie durch, ich brauche sie nicht noch mal.“

Der Anlass war: Gleich acht Darmstädter Fußballprofis konnten am Samstag beim Zweitligaauftakt daheim gegen den SSV Jahn Regensburg, den die Lilien verdient mit 0:2 (0:1) verloren, nicht mitmachen. Drei Spieler (Patric Pfeiffer, Ronstadt, Manu) wurden im Wochenverlauf positiv aus das Virus getestet, fünf weitere (Luca Pfeiffer, Kempe, Schuhen, Arslan, Celic) mussten sich anschließend als Kontaktpersonen in Quarantäne begeben. Ihre Corona-Tests fielen zwar allesamt negativ aus, sie haben sich bisher jedoch nicht impfen lassen. Ein diesbezügliches Angebot des Vereins, das nicht nur an die Spieler oder die Funktionäre, sondern auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle gerichtet war, nahmen sie nicht wahr.

Darauf angesprochen reagierte Lieberknecht spürbar bedacht, atmete erst einmal tief durch und sagte dann: Es habe jeder seine eigene Persönlichkeit, „jeder seine Meinungsfreiheit und trifft daher seine eigenen Entscheidungen.“ Dies habe mit den jeweiligen Persönlichkeit zu tun, „wie schätze ich das Ganze ein?“. Der Trainer selbst, nur logisch, hätte sich natürlich lieber ein komplett geimpftes Team und damit keine Quarantäne-Fälle gewünscht. „Wir hoffen, dass sich alle impfen lassen.“

Applaus der 4000 Fans

Neben den acht Quarantäne-Fällen mussten die Lilien gegen Regensburg ja auch noch auf vier verletzte Profis verzichten, ein zu großer personeller Aderlass, um ernsthaft mithalten zu können mit den Regensburgern. Die Darmstädter Startelf bestand zwar mit Ausnahme von Torwart Morten Behrens durchweg aus zweitligaerprobten Spielern, einwechseln konnten Lieberknecht dann jedoch lediglich zwei A-Junioren. Das machte sich bemerkbar.

Nach einer guten Anfangsphase, in der die Gastgeber getragen von den 4000 Fans im Stadion eine Führung verdient gehabt hätten - Erich Berko traf jedoch nur den Pfosten -, baute das Team danach spürbar ab. Den Rückstand durch Sarpreet Singh (21.) steckten sie zwar noch ganz gut weg, nach dem Seitenwechsel und dem 2:0 von Benedikt Gimber (61.) kam jedoch nicht mehr viel von den Darmstädtern. Hinterher gab’s für die wacker kämpfenden Südhessen dennoch aufbauenden Applaus von den Rängen. „Da hatten die Fans ein tolles Gespür“, sagte Lieberknecht, „sie haben der Mannschaft damit ein gutes Gefühl für die nächsten Aufgaben mitgegeben.“ Auch der Trainer hielt sich mit Kritik an der Truppe zurück.

Die nächste Aufgabe steht bereits am kommenden Freitag beim Karlsruher SC an, womöglich kommen dann zwar einige Spieler aus ihrer Quarantäne zurück, können sich also freitesten, „aber auch dann wird es ein schwieriges Unterfangen bleiben, sie sind nicht im Rhythmus“, so der Coach. Sein Fazit: „Wir werden uns jetzt erst mal durchkämpfen müssen.“

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