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Darmstadts Marcel Franke (l.) und St. Paulis Sami Allagui kämpfen um den Ball.

FC St. Pauli - SV Darmstadt 98

Zu viel Kampf, zu wenig Fußball

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Darmstadt 98 ackert und rennt, lässt spielerisch aber einiges vermissen - und verliert verdient mit 0:2 beim FC St. Pauli

Lange Bälle, viele Freistöße und vereinzelte Fernschüsse – das Spiel des SV Darmstadt 98 beim FC St. Pauli war wenig ansehnlich und wurde am Ende auch nicht belohnt. Die spielstärkeren Hamburger gewannen verdient mit 2:0 (0:0) und fügten den Lilien am zweiten Spieltag die erste Niederlage zu.

Die Zuschauer am Millerntor bekamen über 90 Minuten einen typischen Zweitligakick zu sehen – intensiv, zweikampfbetont, ohne echten Spielfluss. Die erste Chance hatten die Gastgeber. Johannes Flum, der Ex-Frankfurter in Diensten des FC St. Pauli, setzte erst eine Direktabnahme neben den Darmstädter Kasten (17.), dann landete sein Kopfball auf dem Tornetz (26.). Zweimal hatte ihm die Lilien-Abwehr zu viel Raum gelassen, vor allem Linksverteidiger Fabian Holland war mehrfach zu weit weg von seinen Gegenspielern.

Doch auch die Hessen kamen ihrerseits zu Gelegenheiten. Einen Kopfball aus kurzer Distanz von Aytac Sulu lenkte Pauli-Keeper Robin Himmelmann gerade noch zur Ecke (28.), wenig später zielte Stürmer Serdar Dursun aus 16 Metern zu zentral (35.). „Beide Mannschaften waren darauf bedacht, mit Vorsicht an die Sache ranzugehen“, fasste Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch bei Sky die erste Hälfte treffend zusammen.

Kurz nach dem Seitenwechsel war Fritschs Team nicht aufmerksam genug. Wieder verlor Holland auf seiner linken Seite den Zweikampf, in der Mitte hatte sich Richard Neudecker auf den langen Pfosten abgesetzt und die Flanke schließlich unbedrängt zur Führung ins Netz geköpft (52.).

Freilich, die Darmstädter ackerten weiter, rannten jedem Ball hinterher, spielerisch war das aber doch magere Kost, was die Elf von Trainer Dirk Schuster  auf den Rasen brachte. So blieb es bis zum Schlusspfiff bei einem Fernschuss von Tobias Kempe, der sich am rechten Pfosten vorbeidrehte (63.) und einem unplatzierten Kopfball von Marcel Franke (72.). Die besseren Möglichkeiten hatten die Gastgeber. Nach einem Ballverlust von Kempe lief der bundesligaerprobte Sami Allagui allein aufs Tor zu, Franke verhinderte mit einer Grätsche den Gegentreffer. Beim entscheidenden 2:0 von Christopher Buchtmann kam aber auch der Abwehrmann zu spät (85.).

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