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Soll in Zukunft die Lilien stabilisieren: Seung-ho Paik (li.), hier im Trikot des FC Girona gegen Rodrigo von Atletico Madrid.

Darmstadt 98

Verstärkung aus Fernost

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Seung-ho Paik wechselt zu Darmstadt 98. Lichtblick in Sandhausen

Der neue Hoffnungsträger ist gleich mal weg. Seung-ho Paik, 22-jähriger Neuzugang beim SV Darmstadt 98, verbringt die Länderspielpause in der Zweiten Bundesliga mit Länderspielen. Am Donnerstag bestreitet der zentrale Mittelfeldspieler, den die Lilien am Samstag vom spanischen Zweitligisten FC Girona verpflichteten, mit dem südkoreanischen Nationalteam in Istanbul ein Testspiel gegen Georgien. Am darauffolgenden Dienstag kommt es dann zum WM-Qualifikationsspiel Turkmenistan. Erst danach stößt Paik zu den Lilien, um sich mit den neuen Kollegen auf das wichtige Zweitligaspiel gegen den 1. FC Nürnberg vorzubereiten (Sonntag, 15. September, 13.30 Uhr).

„Seung-ho Paik entspricht mit seiner Zweikampfstärke genau unserem Anforderungsprofil“, ließ SV98-Sportdirektor Carsten Wehlmann mitteilen. Die Darmstädter versprechen sich aber ein bisschen mehr als Kampfkraft vom 1,82 Meter großen Paik, der mit 13 aus seiner Heimat in die legendäre Jugendabteilung La Masia des FC Barcelona kam. Dort kam er über die Reservemannschaft aber nicht hinaus, wechselte zum FC Girone, wo er ebenfalls vor allem bei der Zweitvertretung CF Peralada zum Einsatz kam, dritte Liga. In Darmstadt hofft man, sein volles Potenzial herauskitzeln zu können. Er ist technisch hoch veranlagt, hat eine passable Grundschnelligkeit und ein gutes Dribbling, um sich auch aus Drucksituationen befreien zu können, und weiß doch, wie man einen Defensivzweikampf bestreitet.

Paik soll am Böllenfalltor zu einer spielstarken Sechseralternative zu Victor Palsson heranreifen. Der Isländer ist in erster Linie Kämpfer, Defensivspieler. Wenn er das nicht umsetzen kann, bleibt wenig übrig. Beim 0:1 beim SV Sandhausen am Freitagabend war es der Isländer, der sich vor dem Tor des Tages kurz nach der Pause entscheidend ausspielen ließ. In der 58. Minute sah er Gelb-Rot, und in Unterzahl war das Team von Trainer Dimitrios Grammozis nicht in der Lage, den Rückstand wettzumachen. Auch wenn die Lilien ordentlich spielten und auch am Schluss noch Torchancen besaßen.

Nach dem dritten sieglosen Spiel ohne eigenen Treffer haderten die Darmstädter vor allem mit der fehlenden Effizienz in Halbzeit eins. „Da haben wir mit Abstand unsere beste Saisonleistung gebracht, da wir müssen eigentlich in Führung liegen“, sagte Innenverteidiger Immanuel Höhn nicht zu Unrecht. Ein Lichtblick nach den mageren Angriffsleistungen zuletzt. Und für den SV 98 „ein Auftritt in die richtige Richtung“, wie Coach Grammozis fand, „aber kein Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein können.“

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