SV Darmstadt 98

Torwart geht auf Torejagd

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Die Lilien unterliegen dem SV Wehen Wiesbaden 1:2 und zwei Stürmer verletzen sich.

Drei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel der Saison, dem Pokalduell beim 1. FC Magdeburg, sind sie beim SV Darmstadt 98 mit dem Stand der Dinge recht zufrieden. Markus Anfang hat sich gut und rasch eingefunden, seine Mannschaft äußert sich im Gegenzug – was auch sonst? – ausschließlich positiv über ihren neuen Trainer. Passt also. Zumal die größte Baustelle des Kaders, die in der Abwehr, mit den Verpflichtungen von Nicolai Rapp, Lars Lukas Mai und Adrian Stanilewicz bereits geschlossen wurde und jene weiter vorne im Angriff bisher noch zu keiner echten geworden ist. Schließlich absolviert der gefragte Torjäger Serdar Dursun noch immer voll motiviert die Vorbereitung beim hessischen Zweitligisten.

Allerdings: Am Samstag zog sich der 28-Jährige bei der Testspielniederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden (1:2) eine Platzwunde am Kopf zu. Unangenehm, wenngleich der Knipser davon nicht allzu lange außer Gefecht gesetzt werden sollte. Schlimmer erwischte es da wohl seinen Offensivkollegen Aaron Seydel, der hart auf die Schulter fiel und bei dem „es nicht so gut aussieht“, wie es Trainer Anfang formulierte. Die genaue Diagnose steht noch aus.

Die erste Niederlage im dritten Testspiel war für Markus Anfang dagegen kein allzu großes Problem: „Natürlich ist es nie zufriedenstellend, wenn man ein Spiel nicht gewinnt“, sagte er, „aber in der Vorbereitungsphase geht es um Spielzeit und Inhalte, und das haben die Jungs vernünftig umgesetzt. Und es waren auch genug Chancen da, um das Spiel zu gewinnen.“ Die Darmstädter waren das fußballerisch bessere Team und gingen durch Stürmer Felix Platte mit 1:0 in Führung (13. Spielminute). Nach einer halben Stunden glich Wehen Wiesbaden jedoch aus. Ausgerechnet Johannes Wurtz, der in den vergangenen zwei Spielzeiten am Böllenfalltor nicht glücklich gewordene Angreifer, erzielte den Treffer gegen seinen Ex-Klub. In Hälfte zwei wechselten beide Teams durch, erneut war Darmstadt feldüberlegen, diesmal aber beförderte Verteidiger Patric Pfeiffer in bester Stürmermanier eine Hereingabe ins eigene Netz (63.).

Apropos Stürmer: Weil Anfang bereits zur Pause seine komplette Elf durchgewechselt hatte und später Dursun vom Feld musste, wählte der Fußballlehrer als letztes Mittel ein wenig vielversprechendes: Carl Klaus, dritter Torhüter, durfte als Mittelstürmer ran. „Er war nicht schuld, aber er steht schon lieber im Tor“, sagte Anfang und lachte. Selbst zwei angeschlagene Angreifer konnten an seiner positiven Grundstimmung nichts ändern. Am Samstag steht für die Lilien der nächste Test an: In der Nähe von Bielefeld geht es gegen den Premier-League-Absteiger Norwich City.

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